Der innerkirchliche Einfluß des Feminismus: praktische Auswirkungen und Folgen an Beispielen

 

Vortrag Osterakademie Kevelaer 2007

 

Der innerkirchliche Einfluß des Feminismus: praktische Auswirkungen und Folgen an Beispielen

Die katholische Kirche sieht sich einem seit Jahrzehnten wachsenden Aufstand der Frauen gegenüber. Er richtet sich – durch die veröffentlichte Medienmeinung unterstützt – vor allem gegen die hierarchischen Amtsträger und verwirft die bisherige geistlich-theologische Lehre und Praxis der katholischen Kirche. Außerdem wird dieser „Aufstand der Frauen“ von nicht wenigen Amtsträgern wenn auch nicht offen gefördert, so doch zumindest billigend toleriert. Man äußert Verständnis. "Frau" sei es eben leid, stets nur die untersten Positionen in der Kirche einzunehmen und sich für die Grundbedürfnisse der "Männerkirche" verschleißen zu lassen. Deshalb verlangt die Frauenlobby Teilhabe an Amt, Würden und Verantwortung, vor allem aber Mitbestimmung, denn „frau“ könne alles genauso gut, wenn nicht besser. Deshalb fühle sich "frau" massiv unterbewertet und diskriminiert, in ihrem Wesen und ihren Fähigkeiten mißachtet. Im Verhältnis zu den gesellschaftlichen Entwicklungen habe die katholische Kirche, vor allem deren Hierarchie, hier erheblichen Nachholbedarf. Überall sei "frau" auf dem Vormarsch - nur die katholische Kirche als letzter Hort eines überholten Patriarchalismus habe dies alles noch nicht verstanden und schließe "frau" vom Wesentlichen aus, nämlich von der Hierarchie und ihrer Macht.

 

Gebetsmühlenartig seit Jahrzehnten wiederholt, zeitigen diese Vorwürfe inzwischen eindeutig Wirkung. An drei Bereichen lassen sich diese Wirkungen besonders deutlich nachweisen. Sie sind inzwischen so geläufig, daß man sich der feministischen Ursprünge kaum noch bewußt ist.

Der erste Bereich ist der feministisch veränderte Sprachgebrauch. Im Alltag begegnet er uns nicht nur in allen offiziösen Schreiben, sondern u.a. auch in den entsprechend veränderten Texten des Gebetbuchs „Gotteslob“. Der zweite ausgesprochen einflußreiche Bereich ist der der sogenannten Frauenseelsorge. Hierzu gehören u.a. unübersehbare Versuche, eine spezielle „Frauen-Liturgie“ weiträumig einzuführen. Noch zeigen sich die entsprechenden Veränderungen kaum in den von der Kirche approbierten liturgischen Fassungen. Man findet sie aber massiv in den sogenannten „Gestaltungen“ in Gruppen- und Sondermessen, vor allem aber in sog. „Wortgottesdiensten“. Höhepunkt dieser Entwicklung ist die „Feministische Liturgie“, auch „Frauenliturgie“ genannt, in der sich die entsprechenden feministisch-theologischen Inhalte nachweisen lassen.

Wesentlicher und durchaus federführender Teilbereich der sogenannten „Frauenseelsorge“ ist der dritte und für diesen Vortrag abschließende Aspekt, nämlich die Frage nach der Bedeutung der innerkirchlichen Verbände als Infiltrationsorgane und Multiplikatoren dieser Ideologie. Hier tun sich vor allem die Frauenverbände hervor, die seit Jahrzehnten in dieser Hinsicht besonders aktiv sind. Hierbei wird sich zeigen, daß die Arbeit diözesaner Frauenseelsorge und die der Frauenverbände nicht nur extrem miteinander verzahnt sind, sondern zum Teil identisch. Weitere Verbände werden im jeweiligen Kontext mit berücksichtigt werden.

I. Zum feministischen Sprachgebrauch

Jeder, der mit der deutschen Sprache vertraut ist, kennt Sammelbegriffe. Diese Begriffe sind entweder geschlechtsneutral wie z.B.“das Laub“ oder sie wählen die einfache und kürzere Form, die fast durchweg männlich ist wie z.B. Mitglieder, Interessenten, Christen, Arbeitnehmer, Politiker, Minister usw. Diese Art der Wortwahl entspricht der Sprechökonomie, wie man sie in den Entwicklungsregeln der indoeuropäischen Sprachen allgemein finden kann.

Durch diesen Sprachgebrauch fühlen Feministinnen sich aber diskriminiert. Sie seien nur „eingeschlossen“, engl. „inclusive“, daher „inclusive language“, und nicht genügend beachtet. Daher haben sie weitgehend durchgesetzt, daß dieser Sprachgebrauch des männlichen Sammelbegriffs durch eine weibliche Form ergänzt wird. Zu welchen Stilblüten und Sprachaufblähungen das inzwischen bei den allgemein üblichen Anreden geführt hat, kennen wir alle – z.B. Christinnen und Christen; Mitgliederinnen und Mitglieder, Interessentinnen und Interessenten usw. - oft, weil es sonst zu umständlich ist, abgekürzt mit einem Schrägstrich nach der männlichen Form vor einer weiblichen Endung oder dem Großbuchstaben an ihrem Beginn.

Welche inhaltlichen Veränderungen hierdurch entstehen, sei an einigen Beispielen aus dem „Gotteslob“ gezeigt.

Hauptproblem der feministischen Umformulierer ist die Tatsache, daß die Bibel immer wieder von den Anhängern Jesu als von „Jüngern“, „Söhnen“ (Gottes z.B.) oder „Brüdern“ spricht, Begriffe, die die biblisch orientierte Sprache etwa der Kirchenlieder übernommen hat. Man bedenkt nicht, daß die Bedeutung eines Sohnes als Träger der Verheißung Gottes im Alten Testament besonders groß war, die Bedeutung der Frauen als „Schwestern“ oder „Töchter“ aber geringer. Wenn Gott uns nun alle ohne Unterschied als „Söhne“ akzeptiert, wie Paulus es immer wieder betont, bedeutet das gleichzeitig, daß Gott jedem von uns genau diese Bedeutung als „Träger der Verheißung“ zumißt. Macht man also sprachlich aus „Söhnen“ Freunde oder „Schwestern und Brüder“, verändert man dadurch den Inhalt der Aussage und vermindert ihre Bedeutung.

So hieß es z.B. im „Gotteslob“ im Lied 634, 3. Str., urspünglich: „...wir... sind Christi Leib, sind seines Leibes Glieder und alle Brüder“, heute heißt es „Schwestern und Brüder“. Im Lied 637, 1. Str., hieß es: „Laßt uns loben, Brüder, loben Gott den Herrn, der uns erhoben ...“, also eine Anrede an alle mit direkter Aufforderung zum Gotteslob. Heute heißt es hier: „Laßt uns loben, freudig loben...“, es wird also allgemein nur zu einem Gefühl aufgefordert. Weiter hieß es: „der uns aus der Schuld befreite ... uns zu seinen Söhnen zählt“, heute heißt es: „der ... uns zu seinen Freunden zählt.“ „Freunde“ sind nicht „Söhne“, sondern deutlich weniger bedeutsam. Gleichzeitig hat man hier übersehen, daß zu den „Freunden“ eigentlich die „Freundinnen“ dazu genannt werden müßten, wenn es denn feministisch-korrekt zugehen soll.

Im Lied 638, 3. Str. hieß es: „Er lasse uns wie Brüder sein, der Eintracht uns erfreun“, ein Anklang an das AT „Wie gut ist es doch und wie schön, wenn Brüder traut beisammen wohnen.“ Heute heißt es schlicht: „Er lasse uns Geschwister sein ...“. Lied 640, 2. Str.: „Wir sind einander Brüder und niemand ist uns fern...“; heute: „Als Schwestern und als Brüder sind wir uns nicht mehr fern...“. Lied 642, 2. Str.: „Gott heißt jeden Sohn und Kind, der dich Mutter nennt“; heute: „Gott heißt jeden von uns Kind, der dich Mutter nennt.“ - Dies sind nur einige wenige Beispiele, sie ließen sich beliebig ergänzen.

Abzuwarten bleibt, ob sich die katholischen Feminist/Innen ihren protestantischen „Schwestern“ anschließen, indem sie eine feministische Bibelübersetzung verwenden, die von der Lübecker Bischöfin Bärbel Wartenberg-Potter gefördert wurde. Nach deren Willen soll diese „Frauen erkennbarer machen und die Texte von Angriffen auf das Judentum befreien.“ -„Herr“ ist dort u.a. ersetzt durch „die Heilige“, der Begriff „Vater“ für Gott wird vermieden, den „Jüngern“ werden stets die „Jüngerinnen“ beigesellt. Der protestantische Lübecker Altbischof Ulrich Wilckens nennt diese Übersetzung in einem Gutachten „Häresie“. Mit dieser Übersetzung werde „das Wesen des biblischen Gottes mutwillig verändert.“ Inhalte seien „verändert“ worden, „die Bibel verliere ihren Charakter als Heilige Schrift.“ - „Der Altbischof sieht sogar die Einheit der Christen in Gefahr. So zerstritten die Konfessionen zum Teil seien, gelte die Bibel für alle. Diese Einheit werde in Frage gestellt.“1

Es bleibt ferner abzuwarten, ob nicht nur, wie schon geschehen, „Mitglieder“ zu „Mitgliederinnen“ mutieren, sondern demnächst auch die „Gläubigen“ zu „Gläubigerinnen“. Das ergäbe allerdings dann einen sicher unerwünschten Doppelsinn.

Trotz aller Mühe kann man aber einige feministisch orientierte Veränderungen nirgends finden : „Verräter“, „Treulose“, vor allem aber „Sünder“ sind und bleiben männlich. Anscheinend gehen Feministen davon aus, daß Frauen in diesem Kontext nicht erscheinen und Männer und „Sünder“ identisch sind.

II. Frauenseelsorge – Frauenliturgie

Das Verlangen nach feministisch veränderter Sprache und die Kritik am angeblich „männlichen“ Sprachgebrauch von Bibel und Liturgie stehen in einem größeren Zusammenhang.

In der Kirchenzeitung „Paulinus“, Trier, vom 18.09.1988 berichtet Stephan Stickelmann über die damals ausscheidende Generalsekretärin der kfd, Frau Dr. Anneliese Lissner: „Nach Ansicht der kfd-Generalsekretärin ist es nicht zuletzt auf die männlich orientierte Sprache in Bibeln, Meß- und Gebetbüchern zurückzuführen, daß die Partnerschaft zwischen Mann und Frau in der Kirche noch zu klein geschrieben wird. In der Regel werde Gott als Mann dargestellt; nach Meinung der kfd-Verantwortlichen eine überarbeitenswerte Auslegung. Die Katholische Frauengemeinschaft ist in dieser Richtung bereits tätig und führt Seminare zu Themen wie 'Frauengerechte Sprache in der Bibel' oder 'Frauen und Liturgie' durch.“

Eigentliches und mit allen Mitteln angstrebtes Ziel des sich auf die katholische Kirche beziehenden Teils der feministischen Bewegung ist von ihrem Beginn an die Priesterweihe für Frauen. Teresa Berger, seinerzeit Professorin für Liturgiewissenschaft an der Duke-University in Durham/USA,, war Hauptreferentin einer gemeinsamen Tagung des Liturgischen Institutes Trier und des Zentralverbandes der kfd vom 1.-19. Juni 1988. Berger sieht als ihr „Vorbild die großen 'christlichen Denominationen' der USA, in denen es Frauen offensteht, 'zu predigen und die Eucharistie zu feiern, Liturgie zu gestalten und Liturgie zu leiten.'“ Und Gertrud Casel, ehemalige Vorsitzende des BdKJ, anschließend Generalsekretärin der kfd, erklärt offen: „... der Ausschluß der Frauen vom besonderen Dienst des Priesters wirke sich verhängnisvoll aus, weil Einfluß und Macht in der Kirche über das Priesteramt verteilt würden und die Frauen dadurch überall da ausgeschlossen seien, wo Entscheidungen getroffen werden ... 'Bis hinauf in die himmlischen Vorstandsetagen'“.2

Basis der feministischen Liturgie ist ihre „anthropologische Konzentration“. Diese sieht nicht mehr Gott im Mittelpunkt der Liturgie, sondern allein den Menschen, hier ausschließlich die Frau. Das geht so weit, „' daß Frauen sich in solchen Liturgien selbst zu feiern und zu romantisieren scheinen'. Ja, selbst von einer 'therapeutischen Dimension' ist die Rede, ... die in einer Stärkung des Selbstwertgefühls und der Solidarität besteht. ... In die gleiche Richtung geht auch die Wiederentdeckung des liturgischen Tanzes .... Daß man mit den 'vorgegebenen liturgischen Formen meist frei' umgeht, versteht sich unter diesen Umständen fast von selbst. Frau Berger beschreibt das so: 'Von Frauen gestaltete Liturgien stehen in einer ständigen Spannung zwischen Tradition und Freiheit. In den meisten Fällen werden traditionelle Formen nicht vollkommen aufgegeben, sondern als Rahmen und Folie akzeptiert, wenn auch mit neuen, eben 'feministischen' Inhalten gefüllt.'“3

Über diese „neuen Inhalte“ werden die gutwillig kirchentreuen Frauen nicht aufgeklärt. Es handelt sich also der Sache nach um eine perfekte Täuschung dieser gutwillig Kirchentreuen, weil sie die Begriffe und Vorgänge nicht feministisch verstehen können und so in diese Richtung manipuliert werden.

Beispiele:

Daß diese feministische Ideologie die katholische Frauenseelsorge seit Jahrzehnten vollständig bestimmt, dazu die folgenden Beispiele:

Mir liegt vor die Dokumentation der 2. Frauenkonferenz am 27. September 1997 in Trier. Sie fand statt unter dem Titel: „Wir sind Arbeiterinnen im Weinberg des Herrn – nicht der Herren.“ Veranstalterinnen waren: der Bund der deutschen katholischen Jugend (BdKJ), die Berufsverbände der PfarrsekretärInnen, Gemeinde- und PastoralreferentInnen, die Gruppe „Maria von Magdala“, Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB), Katholikenrat Trier, Katholischer Deutscher Frauenbund (KDFB), Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd), Katholische junge Gemeinde (KJG), Katholische Studentische Jugend (KSJ), Ordensfrauen im Bistum Trier, Pfadfinderinnen St. Georg (PSG), Sozialdienst katholischer Frauen (SKF) Trier, Katholische Erwachsenenbildung (KEB) im Bistum Trier. 4 Diese Verbände „übernahmen die Verpflichtung, die Beschlüsse der 2. Frauenkonferenz in ihren Verbänden nach der Konferenz in die Öffentlichkeit zu tragen und in den eigenen Strukturen an der Verwirklichung zu arbeiten ...“5

Neben den Info-Ständen der beteiligten Verbände und Gruppen gab es die Möglichkeit des Gesprächs u.a. mit: Mathilde Rompel, Frauenbeauftragte des Bistums Limburg, Sr. Regine Noll von der Initiative SOLVODI (gegen Zwangsprostitution und Frauenhandel); der Äbtissin des Klarissinnenklosters Trier Sr. M. Benedicta; Regina Pickel-Bossau, einer altkatholischen Priesterin, der evangelischen Pfarrerin Gabriele Wölk und mit den Frauenbeauftragten des Bistums Trier, Ursula Kaspar und Gabriele Barg. Die Themenfelder der Gruppenarbeit lauteten u.a.: „Mitgestaltung einer geschwisterlichen, gerechten und demokratischen Kirche“ und „Unsere Lebenserfahrung deuten – unsere Ermutigung feiern.“ 6 Hauptreferentin war die Diplomtheologin Frau Christel Voß-Goldstein aus der kfd-Zentrale in Düsseldorf.

In ihrer Begrüßungsansprache sagte die Vorsitzende des Katholikenrates Trier, Monika Groß: „ ...viele Frauen sind nicht mehr bereit, sich in hohem Maße in der Kirche zu engagieren, wenn ihnen weiterhin eine entsprechende Beteiligung in kirchlichen Einfluß- und Entscheidungs-strukturen verweigert wird.“ Und sie zitierte eine Aussage der Würzburger Synode von 1975 aus dem Beschluß „Dienste und Ämter“: „...die Stellung der Frau in Kirche und Gesellschaft läßt es heute unverantwortlich erscheinen, die Frauen von theologisch möglichen und pastoral wünschenswerten Funktionen auszuschließen.“7

Unter dem Titel „Wir sind Dienerinnen im Weinberg des Herrn – nicht der Herren“ kommt Frau Voß-Goldstein in ihrem Referat über z.T. gezwungen wirkende gedankliche Schritte zu folgenden Ergebnissen. Ausgehend vom Bild des Volkes Gottes als „Weinberg des Herrn“ im Alten und Neuen Testament stellt sie fest: Dieser „Weinberg des Herrn“ sei nicht die katholische Kirche, auch nicht die „christlichen Kirchen“. „Der Weinberg des Herrn ist nicht die Kirche, in der, wie wir ja alle wissen, längst nicht alles heil und vollendet ist. Aber die Kirche (welche? d.V.) ist dazu gerufen, die Hoffnung darauf lebendig zu halten, indem sie immerzu darum bemüht ist, diese Hoffnung ansatzweise, hier und da, annäherungsweise zu verwirklichen und für die Menschen erfahrbar zu machen.“8 Worauf es zu hoffen gilt, ob auf den dann „richtigen Weinberg des Herrn“, bleibt im gedanklichen Nebel.

Um die Bedeutung der Arbeit von Frauen in diesem „Weinberg“ zu begründen, behauptet Voß-Goldstein zunächst, die Bibel sei „im Patriarchat entstanden“. „ Arbeit“ werde also nur aus der Perspektive von Männern bewertet und auf unterwertige Diensttätigkeiten eingeschränkt, wobei sie sich nicht scheut, diese These außerbiblisch aus dem Mittelalter zu belegen, ein wissenschaftlich unzulässiges Verfahren in offenbar manipulativer Absicht.

Sie schließt daraus: „Obwohl es vom Beispiel Jesu her anders vorgegeben wurde, hat die christliche Tradition es nicht geschafft, die Arbeit von Frauen wahrzunehmen bzw. dazu beizutragen, daß Frauen ihre Arbeit selbstbestimmt – im Rahmen gegebener Möglichkeiten wählen konnten.“9 Sie vergißt hier zu erwähnen, daß dies auch vielen Männern nicht möglich war und ist. Aus diesem Vorspann entwickelt sie als These: „Die biblische Botschaft bietet beiden Geschlechtern ohne Unterschied die Grundlage, die Rechtfertigung und den Auftrag, im 'Weinberg des Herrn' zu arbeiten.“ - „Wenn Amt und Kirche mit dem Reich Gottes gleichgesetzt werden, (Was übrigens in keiner Weise Lehre der Kirche ist! d.V.) dann entscheiden die Herren, welche Arbeitsbedingungen herrschen, wer welche Arbeit zu tun hat ...“.10 Deshalb die nächste These Voß-Goldsteins: „Die patriarchatskritische Funktion des Titels 'Herr' (Kyrios), wie sie im NT belegt ist, muß für die heutige Zeit fruchtbar gemacht werden – zuallererst in der Kirche selbst.“ Um dies glaubhaft zu machen, deutet die Referentin den frühchristlichen Gebrauch des Kyrios-Titels für Jesus Christus um zu einer Kritik der Urgemeinde an den Herrschaftsstrukturen des römischen Kaisers und verallgemeinert dies dann zur Kritik an Herrschaftsstrukturen überhaupt. - „Die Hierarchisierung der Charismen (d.h. Ämter für Männer, Dienste für Frauen) und die Verschleierung von Macht beeinträchtigen den christlichen Auftrag zur Verkündigung des Gottesreiches, weil sie beiden Geschlechtern schaden und die Kirche als 'Zeichen des Heils' für viele als unglaubwürdig erscheinen lassen.“11 - „'Hierarchisierung von Charismen' ist unchristlich, sie muß benannt und abgebaut werden.... Zuweisung von Charismen jeweils unterschiedlich an beide Geschlechter ist unchristlich, weil herrschaftsbedingt. ... Und deshalb schadet eine Aufteilung der Arbeit im Weinberg nach geschlechtsspezifischen Kriterien beiden Geschlechtern, weil beide dadurch festgelegt und eingeengt werden.“12 Letztes Ziel ist „ ... nicht nur Abbau der Geschlechterhierarchie, sondern jedweder Hierarchie, insofern sie ein Herrschaftsinstrument ist.“13

Auch hier ist begriffliche Manipilation nachweisbar, denn Voß-Goldstein gibt dem Charisma-Begriff einen neuen Inhalt und setzt ihn mit dem Amt in der Kirche gleich. Charismen sind aber „besondere Gnadengaben“, die nicht mit dem hierarchischen Amt in der Kirche identisch sind, die Gott vielmehr außerhalb und zusätzlich zum Amt verleiht zum „Aufbau des Leibes Christi“, wie bei Paulus nachzulesen. Eine solche Art der Argumentation ist daher zumindest unredlich, im Rahmen einer derart fundamentalen Fragestellung, wie ich meine, sogar unverantwortlich.

Aus diesen klar erkennbaren Vorgaben des Referates Voß-Goldsteins ergeben sich dann als Beschlüsse der „Frauenkonferenz“ deren Forderungen nach einer „geschwisterlichen Kirche“, die ihre „Schuldgeschichte in bezug auf die Frauen öffentlich bekennen“ soll, und die Forderung nach „Demokratisierung der kirchlichen Ämter“: „Wir fordern die Überwindung der Gegenüberstellung bzw. Über- und Unterordnung von 'Kirchenleitung' und 'Kirchenvolk'. Gleichzeitig ist die bisherige Ämterstruktur zu überdenken mit dem Ziel, Frauen stärker zu beteiligen. Dabei ist uns wichtig, daß die Ämter im Blick auf die Zulassung demokratisiert werden. Alle Getauften sollen Zugang zu ihnen haben. ...“14 Und zur Frauenordination heißt es: „Wir halten an der Forderung fest, Frauen gleichberechtigt zu allen Ämtern und Funktionen der Kirche zuzulassen. Durch die Frauenordination sehen wir nicht die Einheit der Kirche in Gefahr. Vielmehr sehen wir die Einheit der Kirche mit Jesus Christus gefährdet, wenn Frauen noch länger diskriminiert und von den Ämtern ausgeschlossen werden. Als Schritt auf dem Weg zur Frauenordination fordern wir: Die von den Verbänden gewählten Seelsorgerinnen sind vom Bischof auf den verschiedenen Verbandsebenen als solche offiziell zu bestätigen. Zudem wird der Bischof aufgefordert, sich für dieses Seelsorgemodell in der Bischofskonferenz einzusetzen. Wichtig ist es, regionale Versuche zu wagen und nicht alles gesamtkirchlich lösen zu wollen. ... Wir verpflichten uns selbst, unser Engagement in der Kirche und in den Verbänden stärker als bisher mit der Forderung nach Gleichberechtigung zu verbinden. Wir fordern, daß uns in unseren Arbeitsfeldern die fachlichen Kompetenzen zugestanden werden, über die wir auch verfügen: Beraten, Leiten, Begleiten, Organisieren, Verkündigen ... Wer arbeitet, muß auch leiten dürfen.“ 15

Und so brachte der Pressedienst des Bistums Münster am 30.09.2004 die folgende Erfolgsmeldung: „Einstimmig beschloß die Delegiertenkonferenz der Katholischen Frauengemeinschft Deutschlands im Bistum Münster (kfd) die Schaffung des neuen Amtes der Geistlichen Leiterin. Damit reagierte der Verband auf eine Entwicklung, die in vielen Gemeinden schon geraume Zeit Praxis ist: Pastoralreferntinnen und Theologinnen übernehmen die Aufgaben der Präsides, die aufgrund des Priestermangels vielfach wegfallen. 'Ich sehe das Amt der Geistlichen Leiterin nicht als Konkurrenz zum Präses,' so der Diözesanpräses der kfd, Franz Anstett, 'sondern als ein partnerschaftliches Miteinander, in dem Frauen ihre weibliche Spiritualität einbringen. Und das ist für einen Frauenverband mehr als angemessen.' Bischof Reinhard Lettmann hatte laut kfd-Mitteilung im Vorfeld der Konferenz die Möglichkeit einer neu einzurichtenden Stelle für das Amt der Geistlichen Leiterin auf Diözesanebene zugesagt. Im Frühjahr kommenden Jahres werden die Delegierten auf einer außerordentlichen Konferenz die neue Geistliche Leiterin wählen.“16

Das geschah dann am 27. September 2006. Gewählt wurde die „47-jährige Pastoralreferentin und vierfache Mutter“ Cäcilia Leenders-van Eickels, die das Amt ab Januar 2007 ausübt. Sie ist „gleichberechtigt mit dem Diözesanpräses Stephan Wolf, spirituelle und geistliche Impulse in den Verband (zu) geben und zugleich Ansprechpartnerin für Lebens- und Glaubensfragen (zu) sein.“ Das nennt man „neue Wege in die Zukunft gehen.“17

Internationale Verflechtungen

An der bei der Frauenkonferenz in Trier als Mitveranstalter auftretenden Gruppe „Maria von Magdala“ zeigt sich als weiterer Aspekt die internationale Vernetzung der in der hiesigen Frauenseelsorge und den Verbänden vertretenen Ziele und Ideen. Diese Gruppe ist ein Ableger der internationalen Bewegung „Women's Ordination Conference (WOC)“ in den USA, steht „in Kontakt“ zum „Ökumenischen Forum christlicher Frauen in Europa“, ist vertreten in der „Ökumenischen Dekade-Konferenz: Kirchen in Solidarität mit den Frauen“ und Teil der „Initiative Kirche von unten“. Neben dem „Zugang von Frauen zu allen kirchlichen Ämtern“ strebt sie an: „die Veränderung des Gottesbildes, das auf männliche Bilder und Sprache festgelegt ist; die Praxis einer frauengerechten Sprache und Liturgie; die Aufarbeitung und Überwindung frauendiskriminierender Traditionen in der Kirche“, so §3,1 ihrer Satzung.18 In einem Flugblatt zum Dresdener Katholikentag 1992?? heißt es zum Schreiben Johannes Pauls II. „Ordinatio Sacerdotalis“: „Er hat in diesem Schreiben ein endgültiges NEIN zur Priesterweihe von Frauen in der röm.-kath. Kirche ausgesprochen. Die von ihm angeführten Begründungen sind wissenschaftlich längst widerlegt. Kath. Frauen sind trotz Taufe, Firmung, theologischer Ausbildung, geistlicher Begabung – also nur um ihres Geschlechtes willen – vom Priester- und Bischofsamt ausgeschlossen. Und das im Namen Jesu! Kirchenmänner entscheiden über Frauen – Frauen sind zur Unmündigkeit verurteilt. Katholische Frauen, wollt ihr diese demütigende und beleidigende Situation in der Kirche noch länger hinnehmen? Wer schweigt, stimmt zu! ... Die Stunde des Kampfes gegen Frauendiskriminierung in der römisch-kath. Kirche ist gekommen! Organisiert euch! Nur gemeinsam sind wir stark! ...Katholische Frauen, wollt ihr Euch für Eure Befreiung engagieren, dann werdet Mitglied im Verein Maria von Magdala Initiative Gleichberechtigung für Frauen in der Kirche e.V. Dieser Verein ... ist unabhängig von der kirchlichen Hierarchie.“ 19

Nach all dem ist logisch, daß diese Frauenkonferenz von 1997 als Abschluß keine hl. Messe ertragen konnte, sondern sich ihre „frauengerechte Liturgie“ selbst „zusammenbastelte“, u.a. mit einer „Frauenlitanei“, Antwortruf „Steh auf, bewege dich“ und einer sogenannten „Feierlichen Stärkung“ am Schluß, die in der Betrachtung eines ausgeteilten Bildes der Prophetin Mirjam bestand.

Priesterweihe für Frauen als „Rechtsforderung“ an die Kirche

Wie aus der Beilage des Diözesanverbandes kfd-Trier zur Zeitschrift frau u mutter vom Oktober 2001 zu entnehmen ist, fand kurz zuvor in Maria Laach das „Erste kfd-Frauenforum“ des Diözesanverbandes Trier statt. Es waren eingeladen: „die evangelische Theologin und Wegbereiterin der feministischen Theologie Elisabeth Moltmann-Wendel; Schwester Basina Kloos, Generaloberin der Franziskanerinnen in Waldbreitbach, die in der Leitung des ersten Ausbildungslehrgangs für das Diakonat der Frau mitwirkt; die kirchlich engagierte Verlegerin Hiltraud Laubach aus Mainz und die Schriftstellerin Carola Moosbach, deren Schwerpunkt „weibliche Gottespoesie“ ist. Ingeborg Tiemann von der Arbeitsstelle Frauenseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz – in jüngster Zeit in Erscheinung getreten mit dem Projekt des Steines, der durch alle Bistümer gerollt wurde – leitete das Gespräch.“ Gefordert wurde u.a. ein „Frauenstreik“ in der Kirche, um den Anteil der Frauenarbeit in der Kirche sichtbar zu machen. Ferner mehr Solidarität der Frauen zu diesem Zweck, „...auch Protestantinnen und Katholikinnen dürften sich nicht auseinanderdividieren lassen.“ Ferner müsse man auf die Suche nach „neuen Gottesbildern“ gehen.20

Zusammengefaßt zeigen sich die feministischen Ansprüche in folgenden Äußerungen von Ida Raming, die sich mit weiteren sechs Frauen am 29.6. 2002 von einem dubiosen „Bischof“ zur „Priesterin“ weihen ließ.

Ida Raming äußert, bezogen auf das Kirchenrecht: „Da es keine stichhaltigen theologischen Gründe für den Ausschluß der Frau von der Ordination gibt, muß der Frau als Glied des 'Volkes Gottes' das Recht auf freie Standeswahl (C. 219) auch in bezug auf das Klerikat in vollem Umfang gewährleistet werden. Aufgrund des Gleichheitsgrundsatzes (C.208), der auf der Kirchenkonstitution 'Lumen Gentium' Nr. 32 basiert, haben Frauen einen 'strukturellen Anspruch' ... auf das Priestertum, das heißt, ihnen muß der Zugang zu diesem Amt 'unter den gleichen Bedingungen und Umständen' wie dem Mann eröffnet werden. Wenn Männer der Kirche, 'welche die Macht und das Recht haben zu entscheiden', Frauen ' den Zugang zum Priestertum verwehren', laden sie 'objektive Schuld' auf sich. Denn 'in der Wahl eines Lebensstandes' antworten die Gläubigen als Glieder der Kirche auf ihre 'spezifische Berufung' und konkretisieren so ihre 'christliche Berufung' und ihre ''Teilhabe an der kirchlichen Sendung'. Daher hat die kirchliche Gemeinschaft nicht die Freiheit, 'die in ihrer Mitte zutage tretenden Geistesgaben und Berufungen zurückzuweisen', sie ist im Gegenteil darauf angewiesen. ... die Wahl eines bestimmten Lebensstandes darf also nicht 'ungerechtfertigt behindert werden' ...“21 Ida Raming war zum Zeitpunkt ihrer sog. „Weihe“ 70 Jahre alt.

Frauen-Diakonat“ als „Zwischenschritt“ zur Frauenpriesterweihe

Um nun nach der definitiven Ablehnung durch Johannes Paul II. über einen Umweg auf Dauer doch noch zur Priesterweihe für Frauen zu gelangen, verfiel die innerkirchliche feministische Bewegung auf die Idee des „Frauendiakonats“. Zu diesem Zweck wurde in Stuttgart ein Verein gegründet mit dem Titel „Diakonat der Frau“, hervorgegangen aus dem im Juni 1996 gegründeten gleichnamigen „Netzwerk“. Dieser Verein sollte 1998 seine Tätigkeit aufnehmen. Nach Angaben der damals 29-jährigen Münsteraner Theologin Dorothea Reininger gab es zu diesem Zeitpunkt bereits 30 Interessentinnen und Ansprechpartnerinnen in 17 Diözesen.22

Zur gleichen Thematik fand im Frühjahr 1997 ebenfalls „in Stuttgart ein internationaler theologischer Kongreß statt, veranstaltet von der Katholisch-theologischen Fakultät der Universität Tübingen, der katholischen Akademie Stuttgart, der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands, dem Katholischen Deutschen Frauenbund und der Frauenkommission der Diözese Rottenburg Stuttgart. [...] Irmgard Jalowy, damals Präsidentin der kfd, hatte in ihrem Statement zu Beginn der Tagung den Wunsch geäußert, 'daß dieser Kongreß Wege ebnet ... damit Frauen ... im Heilsdienst und Weltdienst die gleiche Legitimation, die gleiche sakramentale Zeichengebung, die gleiche Geistanrufung und Gebetszusage erhalten, wie Männer dies ... seit Beginn der Kirche selbstverständlich in Anspruch nehmen.'“ Zum Abschluß forderte der Kongreß, die deutschen Bischöfe sollten „sich im Vatikan für den Diakonat der Frau einsetzen“, die „bestehenden Initiativgruppen für die Ordination von Diakonen unterstützen“ und die „Vorbereitung von Frauen auf den Diakonat ideell und materiell fördern“. Weiter heißt es: „Die kfd betont in ihren Grundsatzaussagen (Impulse '87 und Akzente '93) immer wieder, daß die Diskussion um das Thema 'Frauen und ordiniertes Amt' weitergehen muß und sie die Zulassung von Frauen zu allen Diensten und Ämtern erwartet.“23 Der damalige Bischof von Rottenburg-Stuttgart war der heutige Kurienkardinal Walter Kasper.

Auf diesem "Internationalen theologischen Fachkongreß" mit dem Titel "Diakonat - ein Amt für Frauen in der Kirche - ein frauengerechtes Amt?", vom 1.-4. April 1997 in Stuttgart, forderten die Teilnehmer massiv und harsch die deutschen Bischöfe auf, von Rom ein "Indult", also die kirchliche Erlaubnis zu erwirken, um "Frauen zu Diakoninnen in ihren Diözesen ordinieren", also weihen zu können als Mitglieder des Klerus. Die diesbezügliche Weigerung und Argumentation Roms sei endgültig als "sozio-kulturell bedingte, heute aber als theologisch nicht mehr verantwortbare ... entlarvt". Die Kirche müsse heute "um der Glaubwürdigkeit ihrer Heilssendung willen den Ausschluß der Frauen vom Diakonat aufheben. So setzt sie in ihrer Ämterstruktur ein notwendiges Zeichen für ein erlöstes Miteinander von Frauen und Männern". Um dies zu erreichen sollten die "Teilnehmerinnen und Teilnehmer" des Kongresses u.a. "die katholischen Frauenverbände und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken" bitten, "ihren Einsatz zugunsten des Diakonats der Frau fortzusetzen und zu intensivieren". Man bittet "das Netzwerk Diakonat der Frau, sich auf nationaler Ebene für die Koordination aller Kräfte für den Diakonat der Frau einzusetzen"; "das internationale Diakonatszentrum, Frauengruppen und Initiativen für den Diakonat der Frau auf internationaler Ebene zu vernetzen.“ usw.

Dieser Beschluß lag dem Landesdelegiertentag des Katholischen Deutschen Frauenbundes Bayern, der am 18./19.6.1997 stattfand, unter Top 8 zur Beschlußfassung vor.24

Wenn es noch einen Beweis brauchte, wie "Pressure Groups" sich innerhalb der Kirche gegen eindeutige lehramtliche Entscheidungen, gegen den Papst und die ihm treu verbundenen Bischöfe mit "Graswurzeltechnik" durchzusetzen versuchen, so liegt er hier auf der Hand.

Die Veranstalter, vor allem die katholischen Frauenverbände, haben damit den "con - sensus fidei" eindeutig verlassen Sie bauen in der Kirche nicht mehr auf, sie reißen ein. Dabei dienen den "Meinungs-Führerinnen" ihre Positionen innerhalb der großen Traditionsverbände als Legitimation Sie mißbrauchen damit die oft durchaus noch katholisch-gläubigen Pfarr-Basen als Machtvehikel, ohne daß diese in ihrer Mehrheit davon Kenntnis haben.

Rom zum „Frauendiakonat“

In einer auf die Frauendiakonatsproblematik bezogenen „Notifikation“ äußerten sich die Kongregation für die Glaubenslehre, damals unter Kardinal Ratzinger, die Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung und die Kleruskongregation gemeinsam. Nach einem Hinweis auf Meldungen über Diakonatsvorbereitungskurse für Frauen heißt es: „Da die kirchliche Ordnung eine derartige Weihe nicht vorsieht, ist es nicht erlaubt, Initiativen zu ergreifen, die in irgendeiner Weise darauf abzielen, Frauen auf die Diakonenweihe vorzubereiten. Die wahre Förderung der Frau in der Kirche, die in Übereinstimmung steht mit dem kirchlichen Lehramt und insbesondere den Weisungen Seiner Heiligkeit Papst Johannes Pauls II. eröffnet andere weitreichende Perspektiven für den Dienst und die Mitarbeit. Die unterzeichnenden Kongregationen wenden sich daher ... an die einzelnen Ortsbischöfe, damit sie ihren Gläubigen diesen Sachverhalt erklären und diese Richtlinien sorgfältig anwenden mögen. Diese Notifikation wurde am 14. September 2001 vom Heiligen Vater approbiert.“25

Dies hindert aber Bischöfe wie den nun emeritierten Limburger Bischof Kamphaus oder den österreichischen Altbischof Aichern nicht, sich für den Frauendiakonat einzusetzen, letzterer noch im Mai 2006.26 Und Bischof Karl Lehmann, jetzt Kardinal, verfaßte für Dorothea Reiningers Buch, „Diakonat der Frau in der Einen Kirche“ das Vorwort.27

Weitere Ansätze zu innerkirchlicher Einflußnahme

Ein weiterer Schwerpunkt der innerkirchlichen feministischen Einflußnahme ist die Katechese. Bereits Heft 12/1988 der Zeitschrift des Deutschen Katechetenvereins (dkv), der “ Katechetischen Blätter, Zeitschrift für Religionsunterricht, Gemeindekatechese, Kirchliche Jugendarbeit“ widmet sich komplett dieser Thematik. Es enthält unter dem Gesamt-Thema „Für eine feministische Religionspädagogik“ u.a. einen Aufsatz von Agnes Wuckelt, „Hinter dem Leben zurückbleiben? Gen 2 und 3 als Impuls einer feministischen Religionspädagogik“. In diesem Aufsatz sieht sie „Adam“ nicht als Mann, sondern als androgynes menschliches Ur-Wesen, das erst durch die Entstehung Evas zum Mann wird. Ferner: Herlinde Pissarek-Hudelist, „Die Herausforderung Feministischer Theologie an den Fachbereich Katechetik/Religionspädagogik“ sowie Martha Heizer, „Fragen zu weiblicher religiöser Sozialisation“, passend dazu weiter Dagmar Andres, „Die vergessene Weiblichkeit. Sexistische Einflüsse in Unterrichtswerken für den katholischen Religionsunterricht“. „Gekrönt“ wird diese Liste durch Matthias Wörthers, „Freie Fahrt für Zärtlichkeit. Neue Kurzfilme für Katechese und Unterricht“, womit die eigentliche Zielrichtung unverwechselbar wird.28

Ein anderer in seiner negativen Wirkung nicht hoch genug anzusiedelnder Bereich, der seine Quellen nicht zuletzt auch aus dem Feminismus bezieht, ist der Einfluß der Esoterik auf die sogenannte innerkirchliche „Bildungsarbeit“. Politischer und innerkirchlicher Feminismus haben gemeinsam, daß sie zu einer Übersteigerung, um nicht zu sagen „Vergötzung“ von allem neigen, was sie „der Frau“ an Eigenschaften zusprechen. Eine dieser Eigenschaften ist angeblich die größere Nähe von Frauen zu allem nur transzendent erfahrbaren Übersinnlichen, sei es der „Mutter Erde“, die dann christlich als „Bewahrung der Schöpfung“ auftaucht, sei es die speziell weibliche Art der „Erfahrung der Gottheit“, christlich gewendet „Gottes“, letztlich aber, anthropologisch rück-gewendet, bestenfalls des Mitmenschen, vor allem aber des eigenen „Selbst“. Diesen Zwecken dienen die verschiedenen Methoden, die in den Bildungswerken angeboten werden, besonders deutlich erkennbar an den Bildungsangeboten für Frauen.

So bietet z.B. die kfd Darmstadt in einem Flugblatt gleich an elf Terminen 2004 „Meditierendes Tanzen“ an für „alle Frauen und Männer, die sich gern darauf einlassen möchten“. Dieses Tanzen sei ein „ganzheitlicher und entdeckungsreicher Weg, sich selbst und den Mitmenschen zu begegnen. ... Wir beziehen uns bewußt auf die gemeinsame Mitte eines Kreises und nähern uns durch diese Zentrierung auch der eigenen Mitte ....Dabei erfahren wir uns eingebunden in die Gemeinschaft der Tanzenden...“. Dieser Tanzfigur liegt also der Kreis bzw. der „Punkt im Kreis“ zugrunde, beides von eminent esoterischer Bedeutung. Der Kreis steht für Unendlichkeit und Universalität. Der „Punkt im Kreis“ ist eines der ältesten Symbole der englischen Freimaurerei und steht esoterisch für den „nichtmanifestierten Logos“. „Logos“ bedeutet die „durch Seele, Nation und jeden Menschen manifestierte Gottheit“, also ein pantheistisches Gottesbild.29 Und die „angebote für frauen“ 2007 im Bistum Münster tanzen gleich „der Auferstehung entgegen“30 , werfen „tanzend ihre Freude wie Vögel in den Himmel“31 und „tanzen“ dazu auch noch „Weihnachten entgegen“ mit „Tanz, Gebet, Stille und Gespräch“ in „leisen Schuhen und bequemer Kleidung“, und das für 25 EUR von 10.00 bis 17.00 Uhr am 8. Dezember.32

Vergleichbar ist auch die verbreitete „Mode“ des Mandala-Malens oder des Labyrinths.

Das Mandala stammt ursprünglich aus dem Buddhismus. „Es ist symbolisch für den Weltgeist.“ - „Es umschließt geweihten Raum ...“. - „...es ist ein Zentrum der Macht und eine vor feindlichen Einflüssen sichere, umschriebene Fläche.“ - Alle Hindutempel sind nach diesem Muster erbaut.33 Heute ist es im Gefolge der Psychologie C.G. Jungs ein „Mittel zur Bewußtwerdung unbewußter Prozesse“. Es ist fester Bestandteil buddhistischer Meditation und magischer Riten. 34

Das Labyrinth bedeutet symbolisch „Rückkehr zum Zentrum; wiedergewonnenes Paradies; Erlangung von Erkenntnissen ...; Initiation, ... die Lebensfahrt durch die Schwierigkeiten und Illusionen der Welt zum Zentrum in Gestalt der Erleuchtung ... die Reise und Flucht in die andere Welt (in die leicht hineinzukommen, aus der jedoch, ist sie einmal betreten, schwer wieder herauzufinden ist); ... Gefahr...“.35

Beide Symbole sind beispielsweise mehr als reichlich vertreten in dem von der Deutschen Bischofskonferenz zugelassenen Unterrichtswerk des Hubertus Halbfas für den katholischen RU mit dem Titel „Religionsbuch“, inzwischen verfügbar für sämtliche Schul-Jahrgänge.

In der Zeitschrift „charisma“ des Katholischen Frauenbundes, Zweigverein Darmstadt, vom Januar 1998 bieten die Schwestern der Göttlichen Vorsehung „Mandalas malen“ als „schöpferisches Tun“ an 36. Im gleichen Heft wird angeboten „Meditatives Tanzen im Frühling“ und ein Vortrag mit dem Titel „Der Exodus der Muttergöttin“. 37 Und in der Zeitschrift frau und mutter vom September 2004 bewirbt der Diözesanverband Magdeburg der kfd Kunstkarten, deren Erlös für das „lebendige Labyrinth“ im Klostergarten von Helfta bestimmt ist, das auf Anregung der kfd angelegt wurde. Die Bilder der Kunstkarte heißen: „Das Leben ist wie ein Labyrinth“, „Netz“ und „Kadosh“.38 Zur Bedeutung des „Labyrinthes“ siehe oben, die symbolische Bedeutung des „Netzes“ liegt auf der Hand, es ist Fang- und Täuschungsinstrument, der Begriff „Kadosh“ ist jedoch außergewöhnlich. Hebräisch bedeutet er „heilig, geweiht“. Gleichzeitig ist er aber die Bezeichnung für den 30. Grad, den höchsten echten „Einweihungs-Grad“ der 33 Grade des Schottischen Ritus der Freimaurerei. Er ist der eigentliche „Rachegrad“, der sich ursprünglich gegen „Thron und Altar“ richtete, sich aber nach dem Verschwinden der „Throne“ in erster Linie gegen die katholische Kirche wendet.39

Überflüssig fast zu erwähnen, daß allenthalben „Meditation“ zwecks „Stille und Entspannung“ angeboten wird, wobei hier keineswegs die christ-katholische Form der Betrachtung gemeint ist, sondern die buddhistische Form des „inneren Leerwerdens“, letztlich die Aufgabe des Willens, die dämonischen Einflüssen Tür und Tore öffnet, wozu dann auch die schamanistische Technik des „Visualisierens“ paßt, meist als „Traum- oder Phantasiereise“ o.ä. bezeichnet, gepaart mit „Körperarbeit“ und „Bibliodrama“. Unter „Körperarbeit“ versteht man meistens „Eutonie“, in „angebote für frauen“ von 2007 angepriesen als „Ignatianische Exerzitien für Frauen“.40 Das „“Lexikon der Esoterik“ beschreibt „Eutonie“ als „eine Form der Massage. ... Ziel dieser Massage ist es, auf dem Weg der körperlichen Selbsterfahrung die in jedem Menschen steckenden schöpferischen Möglichkeiten zu wecken. ... Durch die bewußte Wahrnehmung der Haut entsteht ein Bewußtsein der Körpergrenzen. Auf diese Erfahrung bauen weitere Bewußtseinserweiterungen auf, die sowohl den Innenraum des Menschen als auch die Außenwelt zum Gegenstand haben.“41 Das „Bibliodrama“ ist eine Abart des Psychodramas, beides sind Methoden der persönlichkeitsdeformierend und manipulativ einsetzbaren sogenannten Gruppendynamik.42 Zum Bibliodrama äußerte Gerhard Marcel Martin, der in den 70er Jahren Leiter der Evangelischen Akademie Arnoldshain war43, „... dass es via Bibliodrama möglich sei, religiöse Orientierungen aufzubrechen und neue Vorstellungen zu setzen – eben solche, die sich an keiner Autorität mehr ausrichten; das bedeutet für den theologischen Bereich: nicht mehr an der Heiligen Schrift, der Tradition oder dem Lehramt der Kirche ausgerichtet zu sein.“44 Wundern wir uns also nicht, wenn genau dies das Ergebnis ist.

III. Zu den Frauenverbänden

Kämen alle diese Angriffe nur von außen, von Feinden der Kirche, würden sie niemand wundern. Aber dem ist nicht so: unisono ertönt diese Melodie schließlich seit Jahrzehnten aus allen Grundsatzprogrammen und Publikationen der von den Bischöfen als katholisch anerkannten Frauenverbände. Die herausragendsten, weil an Mitgliedern stärksten, dieser Verbände sind: der Katholische deutsche Frauenbund, vor allem die Katholische frauen- und müttergemeinschaft, aber auch der Sozialdienst katholischer Frauen, dessen Verhalten beim Verbot des Schwangeren-Beratungsscheines uns allen sicher noch in bester Erinnerung ist.

Diesen Verbänden war es ursprünglich Hauptanliegen und Gründungsabsicht, Frauen durch Stärkung ihres Glaubens zu ihrer aufopferungsvollen Tätigkeit in Familie und Beruf zu rüsten, sie in schwierigen Lagen zu unterstützen und sie durch den Zusammenschluß zu stärken. „Frausein“ hieß ursprünglich einmal in erster Linie mütterliche Fürsorge für alle Bedürftigen, körperlich wie geistig, in der Nachfolge der Gottesmutter Maria, deren Leben schließlich alle Formen, Phasen und Möglichkeiten weiblicher Existenz umfaßt und die darüber hinaus als Urbild der "Mutter Kirche" von herausragend symbolhafter Bedeutung ist. Reste dieser ursprünglichen Ausrichtung finden sich noch als Firniß an der Oberfläche, etwa im "Gebet der katholischen Frauengemeinschaft", in dem Maria "Schirmherrin unserer Gemeinschaft" genannt wird, und durch den einen oder andern mehr oder weniger „normal gestalteten“ Gottesdienst für kfd-Mitglieder in manchen Pfarren. Denn man, pardon, „frau“ benötigt ja den "katholischen" Anstrich, weil „frau“ in den Verbänden nicht auf die Subventionierung durch Kirchensteuergelder seitens der Bischöfe verzichten möchte.

Schaut man aber genauer hin, so sieht man folgendes: Aus den katholischen Frauenverbänden sind längst innerkirchliche Kampfverbände geworden, die, nur oberflächlich religiös verbrämt, behaupten, ihre Mitglieder verlangten, daß sie "sich zum Sprachrohr ihrer Anliegen in Kirche und Gesellschaft“ machten, so die "Impulse 1987 zum Orientierungs- und Arbeitsprogramm 1979" der "Katholischen Frauen- und müttergemeinschaft Deutschlands (kfd)". 45 Ziel soll es sein, die "Entwicklung der Gesellschaft zu fördern" und die "Kirche mitzugestalten" durch "Befreiung aus einem überholten Rollenverständnis". 46. Zu diesem Zweck wird alles, wirklich alles, was sich der politische Feminismus auf die Fahnen geschrieben hat, ebenfalls in Verbandsarbeit und Verbandszeitung der kfd hineingeholt, angefangen von Selbstfindung und Selbstverwirklichung,, über "Dialogfähigkeit", Konfliktbearbeitung und -bewältigung bis zu "Gewalt gegen Frauen" und "Frauensolidarität", bis zu Drogen und Prostitution. Nichts bleibt "draußen vor", kein Problem ungenannt - die kfd als die eigentliche "Frauen-Partei" mit massiv politischem Anspruch und Auftreten. Noch wesentlicher ist jedoch ihre masssive Vertretung der Ideen des innerkirchlichen Feminismus und der „Kirche von unten“ innerhalb der Kirche, wobei man sich dauernd auf die Mitgliederstärke der Verbände beruft. Man vergißt dabei zu sagen, daß sich diese „Mitgliederzahl“ lediglich aus der Zahl der vertriebenen Verbandszeitungen ergibt.

Diese zuvor beschriebene Grundausrichtung ist seitetwa 30 Jahren belegbar an der Verbandszeitung frau und mutter der kfd. Was aber praktisch durchweg fehlt – trotz aller dick „katholisch“ aufgetragenen Schönfärberei durch fromm scheinende Begrifflichkeiten – ist eine lehramtstreue Form katholisch-religiöser Weiterbildung. Erscheint „Religiöses“, stimmt es entweder mit gängigen feministischen Thesen, mit modernistischer Theologie oder mit beidem überein. Umgeben ist dies alles von Thematiken, die man geradeso gut – meist besser – in den üblichen grünen oder goldenen „Frauenblättern“ oder der Parteipresse finden kann.

Um Mißverständnissen vorzubeugen: Niemand bestreitet die Notwendigkeit, daß Frauen sich in unserer Gesellschaft politisch engagieren sollen zugunsten ihrer Mitmenschen oder auch für ihre eigenen legitimen Ansprüche. Die eigentliche Frage ist jedoch die nach den Zielen der „katholischen“ Frauenverbände bei diesen "Übernahmen", denn aufgepfropft auf diese Übernahmen aus dem politischen Feminismus, redet "frau" in der kfd Veränderungen in der Kirche das Wort z.B. auch in Familie und Ehe. So steht z.B. in den „Impulsen 87“, nachdem zunächst brav die katholische Eheauffassung referiert wurde, anschließend vorsichtig umschrieben: Man solle "die Augen vor den Lebens- und Beziehungskrisen nicht ... verschließen und mit den Betroffenen ... nach neuen Wegen suchen, wie auf der Grundlage des Evangeliums in unserer Zeit Ehe und Familie gelebt werden kann." Weiter: die kfd wisse "um die Suche junger Menschen nach neuen Wegen der Lebensgestaltung", sie nehme "das Bemühen junger Menschen um Beziehungsentwicklung und -pflege ernst“, sie sei "Dialogpartnerin".47 Das heißt im Klartext, man akzeptiert im Prinzip Ehescheidung und eheähnliche Lebensgemeinschaften jeder Art.

Kritikern wird in diesem Kontext durch Psychologisierung von vornherein der Wind aus den Segeln genommen. Ihr Verhalten sei lediglich bestimmt von "Abwehr" und "Unsicherheit". Sie seien "von Angst bestimmt, Gewohntes und Vertrautes aufgeben zu müssen"48, also de facto psychisch defizient und unselbständig. Man müsse über dies alles eben reden, besonders "mit Priestern". Die kfd nennt dies "Wege zur Partnerschaft".

Extrem brisant für den katholischen Glauben in seiner Substanz wird es aber, wenn die kfd ihre Vorstellung von "frau" in der Kirche entwickelt. "Frau "soll nicht nur ihre "weiblichen Glaubenserfahrungen" einbringen, sie soll sich "weiblicher Spiritualität", „feministischer Theologie“ und "theologischer Frauenforschung" weit öffnen, indem sie die Bibel "mit den Augen einer Frau liest", ihre "eigenen Ausdrucksweisen und Formen des Glaubens entfaltet" und diese nicht nur "ins Gemeindeleben", sondern "besonders in die Gottesdienste" einbringt.49 In Fortführung dieser Ansätze heißt es in den „Leitlinien 99“: Frauen lebten heute in vielen „nichtehelichen Gemeinschaften“, auch gleichgeschlechtlichen, geschieden oder wiederverheiratet. Diese Lebensformen seien eine „Bereicherung“, die aber die „Überwindung von Vorurteilen und Ängsten“ voraussetzten mit dem Ziel, „die eigene Sexualität in ihrer identitätsstiftenden und damit befreienden Dimension zu erfahren.“50 Zum Priesteramt heißt es: „ Als besonders verletzend und diskriminierend empfinden es viele Frauen, dass sie allein aufgrund ihres Geschlechtes von den Weiheämtern und den damit verbundenen Leitungspositionen ausgeschlossen werden.“ - „Die kfd führt in ihren Gruppen den theologisch sachkompetenten Dialog über den Themenbereich 'Frauen und die Dienste und Ämter in der Kirche' fort. Die kfd unterstützt Netzwerke, die sich für die Weihe von Frauen einsetzen, in den gemeinsamen Zielen.“51

Jeder, der sich mit feministischer Theologie beschäftigt hat, weiß, daß hier nicht nur auf Schleichwegen die sog. "feministische" oder "Frauenliturgie" in die Kirche eingeführt wird, jene letztlich unsäglich abstoßende Ausrichtung von sogenannter "Liturgie" auf alle Bereiche weiblichen Lebens, einschließlich Menstruation und Menopause, sondern auch die Umpolung des Gottesbildes zur "Großen Mutter-Göttin".52 In genau diesen Kontext gehört auch die Forderung nach Teilhabe der Frauen an der Verkündigung, nach ihrer Zulassung "zu allen Diensten der Kirche", natürlich zunächst des Weihediakonates, der Vorstufe zum Priestertum, dann aber auch die Forderung, daß "die Diskussion um das Priestertum der Frau weitergeht", und natürlich nach der "Predigterlaubnis für Laien" 53.

Fast ist es schon überflüssig zu erwähnen, daß man anstrebt, "wiederverheiratet Geschiedene" zu den Sakramenten zuzulassen, daß man Ökumene – de facto die aller Religionen, also Synkretismus - unterstützt und fördert, ebenso die Zusammenarbeit "mit „Frauengruppen und Gemeinden in den Kirchen anderer Länder und Kontinente".54 Fast überflüssig ist es auch, auf weitere "Rundumschläge" beabsichtigter Einflußnahme einzugehen, z.B. auf die "Zukunft der Gesellschaft" und den „Einsatz für die Eine Welt“,55 auf „weltweite Verantwortung und Sicherung des Friedens", dazu natürlich und nicht zuletzt noch den Umweltschutz, und dies alles in "Dialogbereitschaft".56

Die "Papiere" der kfd zeigen letztlich selbst, woran es wirklich mangelt: am tatsächlichen katholischen Glauben, denn vom Leben aus und nach ihm, dem Einfluß des gelebten Glaubens auf die nachfolgende Generation in Einheit mit Lehre und Praxis der Kirche, für den gerade wir Frauen in Verantwortung stehen, ist keine Rede. Statt dessen: "weltlicher" und "religiöser" Feminismus in explosiver Mischung, ein wahrer "Sprengstoff" für die Kirche.

Methoden der Verbreitung - „Netzwerker“ der Frauenseelsorge

Die Frage, die sich nach allem ergibt, ist, wie sich dieses Gedankengut so relativ schnell und weit in der Kirche verbreiten konnte, und diese Frage ist erstaunlich leicht zu beantworten, denn die Methode, mit der man diese Gedanken und Anschauungen den Frauen vermittelt, ist erprobt und erfolgreich. Es ist die „Gruppendynamik“, auch Gestalttherapie oder Gestaltpsychologie genannt, mit ihren vielen hundert ausgeklügelt aggressiven „Gestaltmethoden“, deren Grundstruktur der Angriff auf die Person und ihre Werthaltungen mit Hilfe der Manipulation ihrer Emotionen ist. Diese Methoden haben in den USA in den 70er Jahren zur Auflösung kompletter blühender Ordensgemeinschaften geführt, was ihre Effektivität und Gefährlichkeit beweist.

Besonders auffallend und bedenklich sind in diesem Zusammenhang die starken personellen Überschneidungen und Verflechtungen zwischen diözesaner Frauenseelsorge und z.B. kfd. Dies läßt sich etwa aus der neuesten Ausgabe der „angebote für Frauen“ 2007 für die Diözese Münster eindeutig belegen. Gemeinsame Herausgeber sind nicht nur das „Referat Frauenseelsorge/-bildung des Bischöflichen Generalvikariates“ und der „Diözesanverband Münster“ der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands“, auch Referenten und „Anmeldungsorte“ sind z. T. gemeinsam bzw. austauschbar.

Beispiele:

Unter der Ägide der kfd steht hier z.B. ein Kurs mit dem „Themenschwerpunkt“ „Ich lerne es – ich kann es“. Hierbei geht es um „Leitungsausbildung/Methodenschulung/ VerbandlicheBildung“. 57 Und darunter findet sich Folgendes: „Tipps für eine gelungene Kommunikation .... Methodisches Handwerkszeug für die Frauen der pfarrlichen Teams“. - „Projektmethoden-Ansatz ... für Multiplikatorinnen und Mitarbeiterinnen der verschiedenen Ebenen ...“. Er ist ein „Fortbildungskurs“ für ein Seminar mit dem Titel „Persönlich wachsen und reifen“ Teil I und II und soll nun der „Standortvergewisserung im eigenen Aufgabenfeld“ dienen.

Schon der Titel weist darauf hin, daß bereits dieses Kursthema massive Eingriffe in die Persönlichkeit der Teilnehmer gestattete und daß diese „Fortbildung“ das dadurch „Erreichte“ sichern soll. Der dritte Teil dieses „Kurses“ bestätigt dies. Es ist ein Trainingskurs, der unter dem Titel „Übernahme von Leitungskursen in der kfd – kfd-Leiterin mit Zertifikat“ die Teilnehmer in mehrern Etappen zur Leitung von Gruppen befähigen soll und dies zum „bescheidenen“ Preis von 500,-EUR. Das erste Wochenende dient dabei der „Auseinandersetzung mit der eigenen Biographie ... Verdeutlichung eigener Werte und Normen und ihrer Bedeutung für ein ehrenamtliches Engagement“, was wiederum Eingriffe in die Persönlichkeit der Teilnehmer ermöglicht und wohl auch bezweckt. Das zweite Wochenende ist ein „TZI-Methodenkurs“.

Die TZI ist die „Themenzentrierte Interaktion“, eine der Haupt-Psychotechniken der „Gestaltmethode“ resp. Gruppendynamik, erfunden von Ruth Cohn, der bekanntesten Anhängerin Perls, eines der Gründer. Im Mittelpunkt steht zunächst ein „Reden ohne Tabus“, das aber gleichzeitig Einblick und damit die Möglichkeit des Eingriffs in die Persönlichkeit der Teilnehmer eröffnet und – mit Hilfe des gruppendynamischen Dreischritts „Auftauen (unfreezing), Wechseln (changing) und Wieder-Einfrieren (refreezing)“ - eine völlige Wert-Neuorientierung und damit komplette Manipulation der Person ermöglicht.58 Dies wird gesichert durch das nachfolgende „dritte Element“ des Kurses, die „Supervision“ durch „SupervisorInnen des Bistums Münster“. Das „vierte Element“ besteht nun in „Visualisieren, Präsentieren, Moderieren“ mit Erlernen des „Feedback“. „Visualisieren“ dient der Festigung des Übernommenen bzw. der Identifikation damit, besteht aber eigentlich in der Umsetzung des „Ausgedachten“ gleich welcher Art in handwerkliche Techniken wie Malen oder ähnliche „Symbolhandlungen“, dient also lediglich der Selbstindoktrination und Selbstdarstellung. Das „Feedback“ dient zur Sicherung des zuvor beim Teilnehmer in Manipulation Erreichten. Ein „fünftes Element“ ähnlicher Art schließt den Kurs ab.

Die Weiterführung dieses Kurses besteht in einem anschließenden großen Ausbildungsteil im kommenden Jahr. Dieser soll alles „vertiefen“ mit Hilfe „systemischer Sichtweisen“, d.h. das jeweilige gesellschaftliche Umfeld der Teilnehmer soll in diese Art der „Bearbeitung“ einbezogen werden. Die Ausrichtung diese neuen Kursteils „nach Haltung und Methoden der TZI“ soll „eine Einführung in Prozessabläufe in Gruppen beinhalten“ und „die teilnehmenden Frauen befähigen, Gruppenprozesse zu gestalten und zu beeinflussen“, außerdem „Konflikte zu erkennen, zu benennen und neu zu behandeln“. Auf diese Weise werden die Teilnehmer selbst zu gestaltmethodischen Trainern, die diese Methoden verbreiten und anwenden. Der Teilnehmerkreis ist dabei nicht frei, sondern „handverlesen“, denn die Zulassung erfolgt erst nach einem Gespräch mit der Kursleiterin.59

Auch was mit Hilfe der „Geistlichen Leiterinnen“ an angeblich religiöser Bildung verbreitet wird, kann aus deren „Studientagen“ abgelesen werden. Diese sind Teil des „Ausbildungskurses 'GeistlicheLeitung'“, werden vom Diözesanfrauenseelsorger, Diözesanpräses und kfd-Diözesanpräses Pfarrer Stephan Wolf, und der Leiterin Referat Frauenseelsorge und leitende Referentin kfd, Cilli Scholten, abgehalten und haben als Thema „Mit Gottes gutem Geist – die weibliche Seite Gottes“. Der Inhalt: feministische Theologie.60

Dies soll genügen, obwohl sich die Beispiele beliebig ausweiten ließen. Es ist jedoch für jeden Einsichtigen klar nachvollziehbar, daß mit Hilfe dieser Methoden, über Jahrzehnte angewandt, ganze Generationen von Frauen sich von der Lehre der Kirche weg auf ein feministisches Frauen- und Weltbild „umpolen“ ließen, und dies unter der offiziellen Leitung priesterlicher Präsides und mit dem Geld der Kirchensteuerzahler.

IV. Die Frau in der Kirche

Nach soviel Kritischem ist es sicher richtig und notwendig, zum Abschluß die eigentlichen Aufgaben der Frau in der Kirche darzustellen.

Voraussetzung für jede Art der Tätigkeit von Mann oder Frau ist die Anerkennung dessen, was wir an uns und in uns vorfinden. Niemand von uns hat sich z.B. seine Begabungen oder sein Geschlecht ausgesucht. Es ist eine Form des Gehorsams gegenüber dem Schöpfer, daß wir das, was er uns als „Ausstattung“ ins Leben mitgegeben hat, als Basis unserer Persönlichkeit und Identität akzeptieren.

Für uns als Frauen heißt das: Nur wir können „Mutter“ sein wie nur ein Mann „Vater“ sein kann. Mutterschaft ist ein nicht hoch genug anzusetzendes Geschenk Gottes, dessen Wert nicht nur im Biologischen besteht, sondern auch in allen geistigen Eigenschaften, die gerade Frauen zu dieser Aufgabe befähigen, etwas, was wir meist mit dem Begriff „Mütterlichkeit“ umschreiben. Es ist schon symptomatisch für das Selbstbild der Frau bei uns in Kirche und Gesellschaft, daß gerade die Zuschreibung von „Mütterlichkeit“ als veraltet und diskriminierend angesehen wird, obwohl beide Bereiche unter dem Mangel an Mütterlichkeit offenkundig bitter leiden.

Bevor „frau“ also anfängt, nach Macht und Einfluß zu streben, sollte sie zunächst ihre wahre frauliche Identität als „Mutter“, biologisch und geistig, finden und akzeptieren. Auch hier setzt die Gnade die Natur voraus. Biologisch und geistig Mutter der nachfolgenden Generationen aller an Christus Glaubenden in der Kirche zu sein und zu werden im Anschluß an das Vorbild der Mutter des Herrn, verlangt von jeder Frau den Einsatz all ihrer Kräfte, Begabungen und Möglichkeiten in selbstloser Nächstenliebe, in Frömmigkeit und Gebet, als Vorbild und Hilfe. Welch großen Anteil Frauen an der Evangelisierung der europäischen Völker hatten, welch große Werke geistiger und leiblicher Nächstenliebe Frauen auf dieser Basis in der Geschichte der Kirche hervorgebracht haben, davon kann sich jeder durch Lesen einer Kirchengeschichte überzeugen.

Dies ist allerdings nicht so zu verstehen, daß man in diesem Zusammenhang dem gleichen Fehler verfällt, der Feministen die Grundlage ihrer aggressiven Forderungen liefert. Man darf Frauen nicht auf ihren Körper und ihre Berufung zur Mutterschaft reduzieren, d. h.nur auf ihre Gebärfähigkeit, vor allem darf man ihr nicht gesellschaftlich vorschreiben wollen, was für sie „ natürlich“ ist und was nicht, So hat man z.B.lange genug versucht, Frauen ausschließlich zu Müttern zu erziehen und hat sie daraufhin von jeder weiteren Art der Bildung ausgeschlossen, ohne ihre vielen übrigen angeborenen Qualitäten zu berücksichtigen. Die Gegenwehr gegen diese im angeblich „aufgeklärten“ Bürgertum kulminierenden Einstellungen führte im Feminismus zu einer dualistischen Haltung. Die Frau entfremdete sich von sich selbst und vom Mann. Es wäre dagegen angemessen zu akzeptieren, daß die menschliche Natur zwei komplementäre Erscheinungsformen hat mit gleicher Bedeutung und gleicher Würde: eben Mann und Frau. Hierauf fußt die Lehre der Kirche von der Gleichwertigkeit, aber Verschiedenartigkeit der Geschlechter. 61 Beiden Geschlechtern in der Kirche gemeinsam ist die gleiche Berufung, nämlich die zur Heiligkeit, und in diesem Kontext gilt vor Gott „weder Mann, noch Frau“, denn das Ziel ist dasselbe. Daß Gott die Vielfalt liebt, gerade auch in der Art, wie dieses Ziel erreicht wird, zeigt uns die Fülle der männlichen und weiblichen Heiligen.

Was aber die Widerlegung des feministischen Schreis nach priesterlicher Ordination angeht, möchte ich eine erfahrene Frau zu Wort kommen lassen, die dieses Problem in ihrem Leben nicht nur durchkämpft und durchlitten hat, sondern aus der Antwort, die sie fand, für sich selbst radikale Konsequenzen zu ziehen bereit war: Jennifer Ferrara, eine ehemalig lutherische Pastorin, die gemeinsam mit 14 weiteren Lutheranerinnen den Weg in die katholische Kirche fand, deshalb aber auf ihr Amt, das sie als „Weihe“ betrachtete, verzichten mußte.

Hier Teile aus einem Interview mit Zenit: Ausgangspunkt Ferraras als Lutheranerin war ursprünglich eine dezidiert feministische Position. Bereits während ihrer lutherisch-theologischen Ausbildung suchte sie in der hl. Schrift nach einer Rechtfertigung für ihren, wie sie damals noch annahm, „Weihestatus“ als lutherische „Priesterin“, fand sie aber nicht. Bei Luther fand sie nur die Vorstellung, „dass die männliche Vorherrschaft eine Frage des Naturgesetzes sei.“ Die Beschränkung der Weihe auf Männer sah Luther lediglich unter dem Gesichtspunkt des Aufrechterhaltens der kirchlichen Ordnung. Je näher Ferrara dann dem Katholizismus kam, desto mehr beschäftigte sie sich mit den Schriften Johannes Pauls II. und gewann dadurch folgende Einsichten: Papst Johannes Paul II. betrachtet das Maskuline und das Feminine nicht als Akzidentien, also Attribute des Menschen, das Geschlecht sei vielmehr grundlegender Bestandteil jeder Person. „Mann und Frau drücken beide den Menschen aus, aber sie tun dies auf unterschiedliche und komplementäre Weise“, so z. B. in der Art, wie sie Liebe zueinander ausdrücken. So ist z.B. „der Ehemann jener der liebt, während die Frau jene ist, die geliebt wird und im Gegenzug Liebe schenkt.“ - Jede Art Dienst von Männern und Frauen ist ebenfalls von ihren mütterlichen oder väterlichen Charaktereigenschaften geprägt, zunächst natürlich in der biologischen Elternschaft, aber auch im Ordensleben oder im Priesterberuf. „Das bedeutet, daß der römisch-katholische Priester nicht nur einfach eine Vaterfigur ist: er ist ein spiritueller Vater.“ - „Mutter und Vater sind nicht austauschbar. Frauen sind keine Männer, daher können sie genauso wenig Priester sein, wie sie im physischen Sinn Vater sein können. Wenn Frauen in die Rolle des Priesters schlüpfen können, dann ist das Priestertum nicht mehr eines der Vaterschaft. ... In der katholischen Kirche handelt der Priester 'in persona Christi'. Christus ist der Bräutigam, die Kirche seine Braut. ... Nach dem katholischen Verständnis des Priesteramtes vertritt der Priester Christus selbst, den Schöpfer des Neuen Bundes, den Bräutigam und das Haupt der Kirche. ... Man muß schon zutiefst die Bedeutung des bräutlichen Mysteriums für die Ökonomie des Heils mißachten, um ein Argument für die Weihe von Frauen zu finden. Wenn die Kirche Frauen weihen würde, ginge das gesamte Verständnis der Bedeutung des Femininen und Maskulinen im Wirken unserer Erlösung verloren. ... Als ich das wirklich erkannte, war es für mich relativ leicht, meine Weihe aufzugeben und die Position der Kirche anzunehmen.“ - Jennifer Ferrara äußert sich auch zu dem, was sie als die eigentliche Rolle der Frau in der Kirche erkannt hat. Sie sagt, bezogen auf die Folgen der Verweigerung der Frauenweihe in der Kirche: „ Es ist nicht die Frage, 'welche Rolle Frauen bleibt', sondern es geht darum, dass Frauen ihre eigene Rolle annehmen. Es hat in der katholischen Kirche immer genug für Frauen zu tun gegeben.“ - „Obwohl viele protestantische Konfessionen Frauen weihen, erkennen sie nicht die Bedeutung des Femininen – Mutter Kirche, verkörpert in Maria – in Gottes Heilsplan an.“ - Die protestantischen Kirchen seien „absolut männlich.“ Und zum psychologischen Hintergrund des feministischen Anspruchs äußert sie: „Im Allgemeinen reiben sich moderne Menschen an direkter Autorität, weil sie erwarten, dass das Außenleben einer Institution einen Dienst am psychologischen Innenleben von Individuen leisten soll. Wenn Frauen also Priester werden wollen und behaupten, Schmerz zu verspüren, weil sie nicht Priester sind, wird ganz automatisch gefolgert, dass sie Priester werden sollten. In Wahrheit aber verwenden Frauen, die auf ihrer priesterlichen Berufung bestehen und ihren Schmerz als Beweis für einen echten inneren Ruf von Gott betrachten, eine wechselnde Politik des Schmerzes und nicht die katholische Theologie, um ihre Erfahrungen zu erklären. Wenn sie sich wirklich leer machen und auf ihren eigenen Willen im Namen Gottes und der Kirche verzichten wollen, dann werden sie zahllose Möglichkeiten des Dienstes finden. ... Die Lehre von Johannes Paul II. erklärt die Wirklichkeit. ... Wenn Sie Menschen dazu bringen können, die einfache Prämisse anzuerkennen, dass Männer und Frauen – obwohl gleich an Würde und Bedeutung – unterschiedlich sind, dann können Sie beginnen, darüber zu reden, was das für die Rolle bedeutet, die sie spielen. ... Jene von uns, die sich gegen die Ordination von Frauen stellen, dürfen es sich nicht erlauben, in die Defensive gedrängt zu werden. Wir müssen uns für unsere Haltung nicht entschuldigen. Die beste Weise, der Bewegung für die Frauenweihe entgegenzutreten, ist es, die Lehre der Kirche in einem positiven Licht darzustellen. Wir heben den Stellenwert der Frauen nicht, indem wir sie überzeugen, dass sie Männer sein müssen. Obwohl Frauen für die meisten Jobs, die traditionellerweise von Männern ausgefüllt werden, zugelassen werden können und sollen – und so eine weibliche Empfindsamkeit dorthin bringen – können sie nicht und werden sie niemals biologische und spirituelle Väter sein. Jene, die auf dem Gegenteil bestehen, leugnen das, was edel und heilig daran ist, Frauen und Mütter – biologisch wie spirituell – zu sein im Plan, mit dem Gott seine Schöpfung erlösen möchte. Die katholische Kirche ist eine der wenigen Institutionen, vielleicht die einzige, die es in der Welt noch gibt, welche die Bedeutung des Weiblichen nicht nur für das ordentliche Funktionieren der Gesellschaft, sondern auch für unser Heil anerkennt. Wir müssen bereit sein, genau dies zu sagen.“62

1vgl. Lübecker Nachrichten, „Ketzerei!“ Lübecks Bischöfe im Bibelkampf, In-online/lokales vom 16.02.2007

2aus:Andreas Schönberger, Frauen und Liturgie, Una Voce-Korrespondenz 1989/4, S.28f Zitate nach ebd.

3ebd. S. 32f

4Dokumentation der 2. Frauenkonfernz, 27.9.1997 (vgl.S. 4)

5ebd. s.S.2

6ebd. s.S. 5

7ebd. s.S.17)

8ebd, s.S.21f

9ebd. s.S. 23, Hervorh. i. Original

10ebd. s.S.28, Hervorh. d. V.

11ebd. s.S.28/29

12ebd. s.S.30; Hervorh.i.O.

13ebd. s.S.32; Hervorh.i.O.

14ebd. s.S.45

15ebd. s.S. 46

16Pressedienst des Bistums Münster, 54.Jg./Nr.40 vom 30.09.04, S.10

17Pressedienst des Bistums Münster 56.Jg./Nr. 39, 27.September 2006, S. 8

18aus dem Flugblatt des Vereins „Maria von Magdala Initiative Gleichberechtigung für Frauen in der Kirche e.V.

19ebd. Hervorh.i.O.

20Beilage des Diözesanverbandes kfd-Trier zur Zeitschrift frau u mutter vom Oktober 2001

21Ida Raming, Greven, Westfalen, Ungenutzte Chancen für Frauen im Kirchenrecht; in: Orientierung Nr. 6, 58.Jg.Zürich 31.März 1994, S.70

22vgl. frau und mutter 9/1997, S. 22 unter „Konkreter Schritt“

23Voß-Goldstein, Heisses Eisen oder kalter Kaffee?, a.a.O. S. 22

24Zitate nach dem Originalbeschlußvorschlag

25vgl. http://www.bistum-augsburg.de

26vgl. http://religion.orf.at/projekt03/news

27vgl. http://www.mykath.de/lofiversion

28Katechetische Blätter 113.Jg 1988, Heft 12 Dezember, Inhaltsverzeichnis bzw. Wuckelt, S. 854ff

29vgl. Horst E. Miers, Lexikon des Geheimwissens, Goldmann1993, Sichworte Kreis, Punkt im Kreis, Logos

30„angebote für frauen“ 2007, hrsg. Referat Frauenseelsorge des Bistums Münster/ kfd im Bistum Münster, vgl.S. 125

31ebd. S. 126

32ebd. S. 138

33vgl. J.C. Cooper, Illustriertes Lexikon der traditionellen Symbole, Stichwort Mandala

34vgl. Miers a.a.O., Stichwort Mandala

35vgl. Copper a.a.O. Stichwort Labyrinth

36charisma, S.5

37ebd. S. 11

38 Zeitschrift frau und mutter vom September 2004, s.S.10f

39vgl. dazu: Pachtler, Der stille Krieg gegen Thron und Altar, Herder Freiburg 1873, Ss. 118ff

40„angebote für frauen“, Münster 2007, S.53

41Helmut Werner, Lexikon der Esoterik, fourier 1991, S.198, Stichwort Eutonie

42vgl. dazu: angebote für frauen, Jahresprogramm 2007 des Referates Frauenseelsorge/-bildung im Bischöflichen Generalvikariat und der kfd Diözesanverband Münster, besonders in den Bereichen 3 und 5 des Inhaltsverzeichnisses

43Michael M. Weber, Psychotechniken – die geheimen Verführer, S.53

44ebd. S. 176

45Herausgeber kfd-Zentralverband, S. 3.

46vgl. ebd.

47„Impulse 87“ der kfd, vgl.S. 7

48ebd. S.8

49ebd. S. 11

50ebd. S. 6

51ebd.

52vgl. Hauke, Gott oder Göttin, MM Verlag S. 188ff

53Impulse 87, vgl. S. 12

54ebd. S. 12ff

55Leitlinien 99, S. 8 vgl.

56Impulse 87, vgl. S. 15; 20f

57a.a.O.S.25

58Michael M. Weber, Psychotechniken – die neuen Verführer, Christiana Verl Stein a. Rhein, S.222f

59angebote für frauen 2007, Hrsg, Referat Frauenseelsorge GV Münster, kfd Münster, S.28, S. 32ff

60ebd. S. 109

61vgl. dazu: Michelle Schumacher, Interview in zenit vom 8. März 2007

62vgl. und Zitate aus: Zenit ZG04062810 Teil I vom 28.6. 04 und ZG04063007 Teil 2 vom 30.6.04: Ehemalige lutherische Pastorin über die Weihe von Frauen

© Gertrud Dörner, 2007