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Die Einheit und Dreifaltigkeit Gottes


Was bedeutet Einheit Gottes ?

Einheit Gottes bedeutet, dass es nur einen Gott gibt.

Was bedeutet Dreifaltigkeit Gottes ?

Dreifaltigkeit bedeutet, dass in Gott drei gleich vollkommene, untereinander real (= wirklich) verschiedene Personen sind: Vater, Sohn, Heiliger Geist.

Was bedeutet drei real verschiedene Personen ?

Drei real verschiedene Personen bedeutet, dass in Gott eine Person nicht die andere ist, wenn auch alle drei ein einziger Gott sind.

Begreifen wir, wie die drei göttlichen Personen nur ein einziger Gott sind, obgleich sie untereinander real verschieden sind ?

Nein, wir begreifen nicht, wie die drei göttlichen Personen, obgleich untereinander real verschieden, nur ein einziger Gott sind: Es ist ein großes Geheimnis.

Welche sind die Personen der Heiligsten Dreifaltigkeit?

Die erste Person der Heiligsten Dreifaltigkeit ist der Vater, die zweite Person der Sohn und die dritte Person der Heilige Geist.

Warum ist der Vater die erste Person der Heiligsten Dreifaltigkeit ?

Der Vater ist die erste Person der Heiligsten Dreifaltigkeit, weil er aus keiner anderen Person hervorgeht und weil aus ihm die beiden anderen Personen, der Sohn und der Heilige Geist, hervorgehen.

Warum ist der Sohn die zweite Person der Heiligsten Dreifaltigkeit ?

Der Sohn ist die zweite Person der Heiligsten Dreifaltigkeit, weil er vom Vater gezeugt und zusammen mit dem Vater der Ursprung des Heiligen Geistes ist.

Warum ist der Heilige Geist die dritte Person der Heiligsten Dreifaltigkeit ?

Der Heilige Geist ist die dritte Person der Heiligsten Dreifaltigkeit, weil er aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht.

Ist jede Person der Heiligsten Dreifaltigkeit Gott ?

Ja, jede Person der Heiligsten Dreifaltigkeit ist wahrer Gott.

Wenn jede göttliche Person Gott ist, sind dann die drei göttlichen Personen drei Götter ?

Nein, die drei göttlichen Personen sind nicht drei Götter, sondern ein einziger Gott, weil sie die gleiche einzige göttliche Natur oder einzige göttliche Substanz in völlig gleicher Vollkommenheit besitzen.

Sind die drei göttlichen Personen ebenbürtig oder ist eine von ihnen größer, mächtiger und weiser ?

Nein, die drei göttlichen Personen sind, weil nur ein Gott, in allem ebenbürtig und besitzen auch gemeinsam jede Vollkommenheit und Tätigkeit, obgleich gewisse Vollkommenheiten und die entsprechenden Werke mehr der einen Person als der anderen zugeschrieben werden, wie die Allmacht und die Schöpfung dem Vater.

War aber nicht der Vater vor dem Sohn und dem Heiligen Geist ?

Nein, der Vater war nicht vor dem Sohn und dem Heiligen Geist, da die drei göttlichen Personen gleich ewig sind, weil sie ja die einzige göttliche Natur gemeinsam haben, die ewig ist.

Wie drücken wir dieses grundlegende Glaubensgeheimnis immer wieder aus ?

Wir drücken dieses grundlegende Glaubensgeheimnis immer wieder aus, indem wir das Kreuzzeichen machen. Dies ist sinnvoll vor und nach jedem religiösen Akt, vor und nach dem Essen und Ruhen und in den Gefahren der Seele und des Leibes. Denn das andächtige Kreuzzeichen ist ein äußerlicher Glaubensakt, der in uns die Tugend belebt, die Menschenfurcht und die Versuchungen überwindet und uns Gnade erlangt von Gott.


 

Grundwissen unseres heiligen Glaubens


Die zwei Quellen der katholischen Glaubenslehre

1. Die heilige Überlieferung

2. Die heilige Schrift

Die sechs Grundwahrheiten unseres heiligen Glaubens

1. Es ist ein Gott.

2. Gott ist ein gerechter Richter, der das Gute belohnt und das Böse bestraft.

3. In Gott sind drei Personen: der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.

4. Die zweite göttliche Person ist Mensch geworden, damit er uns am Kreuz erlöse und ewig selig mache.

5. Die Seele des Menschen ist unsterblich.

6. Ohne die Gnade Gottes können wir nicht selig werden.

Die zwei Hauptarten der Gnade

1. Die heiligmachende Gnade

2. Die helfende Gnade

Die zwei Gebote der Liebe

1. Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben aus deinem ganzem Herzen, aus deiner ganzen Seele, aus

deinem ganzen Gemüte und aus allen deinen Kräften.

2. Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.

Die zehn Gebote Gottes

Ich bin der Herr, dein Gott, der dich aus dem Sklavenhaus, aus Ägypten, herausgeführt hat.

1. Du sollst keine anderen Götter neben mir haben.

2. Du sollst den Namen Gottes nicht verunehren.

3. Gedenke, dass du den Sabbat heiligst.

4. Du sollst Vater und Mutter ehren, auf dass es dir wohl ergeht und du lange lebst auf Erden.

5. Du sollst nicht töten.

6. Du sollst nicht die Ehe brechen.

7. Du sollst nicht stehlen.

8. Du sollst kein falsches Zeugnis von dir geben wider deinem Nächsten.

9. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Mann oder Frau.

10. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Hab und Gut.

Die fünf Gebote der Kirche

1. Du sollst an Sonn- und Feiertagen der heiligen Messe andächtig beiwohnen.

2. Du sollst deine Sünden jährlich wenigstens einmal beichten.

3. Du sollst wenigstens zur österlichen Zeit sowie in Todesgefahr die heilige Kommunion empfangen.

4. Du sollst die gebotenen Feiertage halten.

5. Du sollst die gebotenen Fasttage halten.

Die sieben Sakramente

1. Die heilige Taufe 2. Die heilige Firmung 3. Die heilige Eucharistie 4. Die heilige Beichte

5. Die heilige Krankensalbung 6. Die heilige Priesterweihe 7. Die heilige Ehe

Die sieben Gaben des Heiligen Geistes

1. Weisheit 2. Verstand 3. Rat 4. Stärke 5. Erkenntnis 6. Frömmigkeit 7. Gottesfurcht

Die zwölf Früchte des Heiligen Geistes

1. Liebe 2. Freude 3. Friede 4. Geduld 5. Freundlichkeit 6. Güte 7. Langmut 8. Sanftmut

9. Treue 10. Bescheidenheit 11. Selbstbeherrschung 12. Keuschheit

Die sieben leiblichen Werke der Barmherzigkeit

1. Die Hungrigen speisen

2. Die Durstigen tränken

3. Die Nackten bekleiden

4. Die Fremden beherbergen

5. Die Gefangenen besuchen

6. Die Kranken besuchen

7. Die Toten begraben

Die sieben geistigen Werke der Barmherzigkeit

1. Die Zweifelnden beraten

2. Die Unwissenden belehren

3. Die Sünder zurechtweisen

4. Die Trauernden trösten

5. Erlittenes Unrecht verzeihen

6. Die Lästigen geduldig ertragen

7. Für die Lebenden und Verstorbenen zu Gott beten

Die drei göttlichen Tugenden

1. Glaube 2. Hoffnung 3. Liebe

Die vier Kardinaltugenden

1. Klugheit 2. Gerechtigkeit 3. Mäßigkeit 4. Tapferkeit

Die sieben Haupttugenden

1. Demut 2. Bescheidenheit 3. Güte 4. Freigiebigkeit 5. Mäßigkeit 6. Keuschheit 7. Fleiß

Die sieben Hauptsünden

1. Stolz 2. Neid 3. Zorn 4. Geiz 5. Unmäßigkeit 6. Unkeuschheit 7. Trägheit

Die sieben Hauptsünden werden auch Wurzelsünden genannt. Sie beschreiben schlechte Charaktereigenschaften, aus denen alle anderen Sünden erwachsen. Sie dienen den Sünden damit bildlich gesprochen als Wurzeln.

Die sechs Sünden gegen den Heiligen Geist

1. Die Verzweiflung am Heil

2. Die vermessene Heilsgewissheit

3. Widerstand gegen die erkannte Wahrheit

4. Neid auf die Gnadengaben anderer

5. Verstocktheit in der Sünde

6. Unbußfertigkeit in der Stunde des Todes

Die vier himmelschreienden Sünden

1. Die vorsätzliche Tötung

2. Die widernatürliche Unzucht

3. Die Unterdrückung der Armen und Hilflosen

4. Die Vorenthaltung des gerechten Lohnes

Die fünf Teile der heiligen Beichte

1. Die Gewissenserforschung (besinnen)

2. Die Reue (bereuen)

3. Der Vorsatz (bessern)

4. Das Sündenbekenntnis (bekennen)

5. Die Genugtuung (büßen)

Die vier letzten Dinge

1. Tod 2. Gericht 3. Hölle 4. Himmel


 

Katechese

"Die Katechese ist mit dem ganzen Leben der Kirche eng verbunden. (...) Sie soll sich bemühen, bei den Gläubigen den Glauben an das unschätzbare Geschenk zu wecken und lebendig zu erhalten."  (Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 7 und 983)

Die nachfolgenden Katechesen basieren auf der überlieferten katholischen Glaubenslehre, wie sie sich aus den Konzilien, der Heiligen Schrift und dem kirchlichen Lehramt ergibt. Der Katechismus der Katholischen Kirche (KKK) ist dabei in besonderer Weise maßgeblich.

Der Sinn des Lebens


Worin besteht der eigentliche Sinn des menschlichen Lebens ?

Wir Menschen sind auf dieser Erde, damit wir Gott erkennen, ihm in Liebe und Treue dienen, um das ewige Leben im Himmel zu erlangen.

Wie können wir Gott erkennen ?

Wir können Gott auf natürliche Weise und auf übernatürliche Weise erkennen.

Was ist natürliche Gotteserkenntnis ?

Jeder Mensch kann mittels seines Verstandes erkennen, dass Gott existiert. Sieht man sich z.B. die Natur an, so wird jeder vernünftig denkende Menschen zugeben müssen, dass die ungeheure Größe, die sinnvolle Ordnung und überwältigende Schönheit kein Produkt eines blinden Zufalls sein kann. Nur eine höhere Intelligenz kann all das Hochkomplizierte geplant und erschaffen haben. Um das zu erkennen, bedarf es nicht des Glaubens, sondern lediglich der Vernunft (vgl. Röm 1, 20).

Was ist übernatürliche Gotteserkenntnis ?

Wer und wie Gott ist und was er will, können wir Menschen nicht mit unserem Verstand allein erkennen. Deshalb hat sich uns Gott auf übernatürliche Weise offenbart. Gott hat zu uns gesprochen durch auserwählte Menschen in der Zeit des Alten Testamentes. Im Neuen Testament hat er sich uns mitgeteilt durch seinen Sohn Jesus Christus und die Apostel. Die Offenbarung Gottes ist abgeschlossen mit dem Tod des letzten Apostels. Die Quellen der Offenbarung sind die mündliche geistgewirkte Überlieferung der Kirche und die Heilige Schrift des Alten und Neuen Testamentes. Der Papst und die ihm gehorsamen Bischöfe legen die Offenbarung Gottes rechtmäßig aus. An all das, was Gott uns mitgeteilt hat und die Kirche lehrt, sollen wir glauben. Die sogenannten Privatoffenbarungen, die von Gott sind, enthalten grundsätzlich nichts, was Gott nicht bereits offenbart hätte. Dennoch können diese den Glauben fördern und stärken.

Wie können wir Gott in Liebe und Treue dienen ?

Wir können Gott in Liebe und Treue dienen, indem wir ihm vertrauen und an ihn glauben. Doch der Glaube für sich allein wäre tot, wenn er nicht auch Werke vorzuweisen hätte (vgl. Jak 2, 17). Wir sollen also den Glauben leben und in Werken der Gottes- und Nächstenliebe bezeugen. Gott gibt uns dazu seine Gnade.

Welche Hilfen gibt uns Gott auf dem Weg zum Himmel ?

Gott möchte, dass wir das Ziel des Lebens erreichen. Er weiß, dass wir in dieser Welt der Verführung ausgesetzt sind und gegen die Nachstellungen des Teufels kämpfen müssen. Deshalb schenkt er uns Hilfsmittel auf dem Weg zu ihm: z.B. die heiligmachende Gnade, die uns befähigt, im Heiligen Geist zu glauben, zu hoffen und zu lieben, die Heilige Schrift, die Gebote, die Sakramente, die Hirten der Kirche, den Beistand aller Engel und Heiligen oder die Gemeinschaft der Gläubigen in der Kirche.

Was ist der Himmel ?

Der Himmel ist das unvorstellbar schöne ewige Glück, beim dreifaltigen Gott in der Gemeinschaft aller Engel und Heiligen zu sein. Wir werden Gott schauen, wie er ist und alle lieben Menschen wiedersehen, sofern auch sie dieses Ziel erreicht haben. Der heilige Apostel Paulus sagt: "Wir verkündigen, wie es in der Schrift heißt, was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, was keinem Menschen in den Sinn gekommen ist: das Große, das Gott denen bereitet hat, die ihn lieben." (1 Kor 2, 9)


 

 

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