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Apostolisches Glaubensbekenntnis - 8. Glaubenssatz


Wie heißt der achte Satz des Apostolischen Glaubensbekenntnisses ?

"Ich glaube an den Heiligen Geist."

Worin besteht der Kern dieser Glaubenswahrheit ?

Im achten Glaubenssatz bekennen wir unseren Glauben an die dritte Person in Gott, an Gott den Heiligen Geist. Gott hat uns zur Heiligung berufen durch die Gnade, Christus hat uns die Gnade verdient, der Heilige Geist teilt sie uns aus. Er reinigt und heiligt uns. Wir nennen ihn darum auch Heiligmacher und Gnadenspender.

Wer ist der Heilige Geist ?

Der Heilige Geist ist die dritte Person in Gott, also wahrer Gott wie der Vater und der Sohn. Dargestellt wird der Heilige Geist gewöhnlich in der Gestalt einer Taube, weil er so bei der Taufe Jesu erschien.

Wann ist der Heilige Geist der Kirche gesandt worden ?

Der Heilige Geist ist der Kirche am Pfingstfest gesandt worden. Am Pfingstfest, fünfzig Tage nach Ostern, trat die Kirche zum erstenmal sichtbar an die Öffentlichkeit. Der Heilige Geist kam im Sturmwind: Er ist gewaltig. Er kam in Gestalt von Zungen: Er macht die Apostel zu Predigern und Verkündern des Gottesreiches. Er kam wie ein loderndes Feuer: Er erleuchtet und entzündet die Herzen mit der Glut der Liebe.

Was hat der Heilige Geist in den Aposteln gewirkt ?

Der Heilige Geist hat die Apostel erleuchtet, gestärkt und ihnen besondere Gnaden gegeben. Die ungelehrten Fischer konnten jetzt predigen, die Heilige Schrift richtig erklären und Gottes Wort niederschreiben. Die Apostel bekamen die Sprachen- und Wundergabe. Die einst ängstlichen Apostel wurden mit Mut erfüllt. Sie traten vor das feindselige, widersprechende Volk, verkündeten ihm unerschrocken die Wahrheit und ertrugen deshalb Geißeln, Kerker und den Martertod.

Wie wirkt der Heilige Geist in der Kirche ?

Der Heilige Geist lehrt die Kirche alle Wahrheit bis ans Ende der Welt. Jesus hat der jungen Kirche versprochen: "Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in die ganze Wahrheit führen." (Joh 16,13). Deshalb ist die Kirche unfehlbar in der Verkündigung des Glaubens und der Gebote. Auf den Heiligen Geist kann sich jedoch nicht jedes Glied der Kirche gleichermaßen berufen. Denn in erster Linie ist der Heilige Geist dem Apostelkollegium und an erster Stelle dem Petrus anvertraut. "Die Heilige Überlieferung aber gibt das Wort Gottes, das von Christus dem Herrn und vom Heiligen Geist den Aposteln anvertraut wurde, unversehrt an deren Nachfolger weiter, damit sie es unter der erleuchtenden Führung des Geistes der Wahrheit in ihrer Verkündigung treu bewahren, erklären und ausbreiten." (Zweites Vatikanisches Konzil, DV 10) Weiter versprach Jesus: "Und ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, der für immer bei euch bleiben soll. Es ist der Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht und nicht kennt. Ihr aber kennt ihn, weil er bei euch bleibt und in euch sein wird." (Joh 14,16-17) Deshalb ist der Heilige Geist Beistand und Tröster der Kirche, und er verlässt sie nie.

Wie wirkt der Heilige Geist in uns ?

Der Heilige Geist heiligt uns und hilft uns durch die Gnade. Uns ist erstmals der Heilige Geist gesandt worden in der heiligen Taufe, später in besonderer Weise in der heiligen Firmung. Er wohnt in uns durch die heiligmachende Gnade. "Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt ?" (1 Kor 3, 16)

Was vertreibt den Heiligen Geist aus der Seele ?

Die Todsünde vertreibt den Heiligen Geist aus der Seele. Sie Seele des Todsünders ist wie ein aufgebrochener Tabernakel, aus dem das Allerheiligste geraubt ist. Paulus warnt uns: "Löscht den Geist nicht aus!" (1 Thess 5,19) und "Beleidigt nicht den Heiligen Geist Gottes, dessen Siegel ihr tragt für den Tag der Erlösung." (Eph 4,30) Wenn wir auf den Heiligen Geist nicht hören oder ihn zunehmend verlieren, ist unsere Seele in größter Gefahr, seine Gnade zu verlieren und zur Wohnung des bösen Geistes zu werden. Beichten wir deshalb regelmäßig und bitten den Heiligen Geist, in unserer Seele zu wohnen.


 

Apostolisches Glaubensbekenntnis - 7. Glaubenssatz


Wie heißt der siebente Satz des Apostolischen Glaubensbekenntnisses ?

"Von dort wird er kommen zu richten die Lebenden und die Toten."

Worin besteht der Kern dieser Glaubenswahrheit ?

Jesus Christus wird am Ende der Zeiten wieder kommen als Weltenrichter. "Denn wir alle müssen vor dem Richterstuhl Christi offenbar werden, damit jeder seinen Lohn empfängt für das Gute oder Böse, das er im irdischen Leben getan hat." (2 Kor 5,10)

Wann wird Jesus wieder sichtbar auf die Erde kommen ?

Jesus wird am Ende der Welt wieder sichtbar auf die Erde kommen. Als die Apostel am Tage der Himmelfahrt ihren geliebten Heiland und Meister zum Himmel auffahren sahen, wurden sie von zwei Engeln getröstet mit dem Versprechen: "Dieser Jesus, der von euch ging und in den Himmel aufge-nommen wurde, wird ebenso wiederkommen, wie ihr ihn habt zum Himmel hingehen sehen. (Apg 1,11)

Wozu wird Jesus wiederkommen ?

Jesus wird wiederkommen, um die Menschen zu richten, die Lebenden und die Toten, die Guten und die Bösen.

Wie wird Jesus wiederkommen ?

Jesus wird wiederkommen mit großer Macht und Herrlichkeit. Er wird kommen auf den Wolken des Himmels, mit strahlenden Wundmalen, umgeben von seinen Engeln, als majestätischer König.

Wie heißt dieses Gericht ?

Dieses Gericht heißt das Jüngste Gericht, das allgemeine Gericht oder das Weltgericht. Jüngstes Gericht heißt es, weil es am jüngsten, d.h. am letzten Tag stattfinden wird. Weil an diesem Tag der Richter in heiligem Zorn die Bösen verurteilt, heißt er "Tag des Zornes, dies irae". Allgemeines und Welt-Gericht wird es genannt, weil alle Menschen zusammen gerichtet werden, die ganze Welt.

Wann wird das Ende der Welt sein ?

Wann das Ende der Welt sein wird, wissen wir nicht. "Jenen Tag und jene Stunde kennt niemand, auch nicht die Engel im Himmel, nicht einmal der Sohn, sondern nur der Vater. ... Seid also wachsam! Denn ihr wisst nicht, an welchem Tag euer Herr kommt." (Mt 24,36.42)

Warum wird das allgemeine Gericht gehalten ?

Das allgemeine Gericht wird gehalten, damit Jesus vor aller Welt verherrlicht wird und damit vor aller Welt die Guten ihren Lohn und die Bösen ihre Strafe erhalten. An diesem Tag werden alle Menschen, auch die Gottlosen und Christusfeinde, dem Sohne Gottes huldigen und ihn anerkennen. Alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde werden dann ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu und jeder Mund wird bekennen: "Jesus Christus ist der Herr" - zur Ehre Gottes, des Vaters." (Phil 2,10-11) Die Gerechten stehen dann den Ungerechten gegenüber, die sie verfolgt und verspottet haben. "Dann wird der Gerechte voll Zuversicht dastehen vor denen, die ihn bedrängt und seine Mühen verachtet haben. Wenn sie ihn sehen, packt sie entsetzliche Furcht, und sie geraten außer sich über seine unerwartete Rettung. Jetzt denken sie anders; seufzend und voll Angst sagen sie zueinander: Dieser war es, den wir einst verlachten, verspotteten und verhöhnten, wir Toren. Sein Leben hielten wir für Wahnsinn und sein Ende für ehrlos. Jetzt zählt er zu den Söhnen Gottes, bei den Heiligen hat er sein Erbteil. Also sind wir vom Weg der Wahrheit abgeirrt; das Licht der Gerechtigkeit strahlte uns nicht, und die Sonne ging nicht für uns auf. Bis zum Überdruss gingen wir die Pfade des Unrechts und des Verderbens und wanderten durch weglose Wüsten, aber den Weg des Herrn erkannten wir nicht. Was nützte uns der Übermut, was brachten uns Reichtum und Prahlerei?" (Weish 5,1-9)

Was wird der Richter zu den Guten und zu den Bösen sagen ?

Zu den Guten wird der Richter sagen: "Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid, nehmt das Reich in Besitz, das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist." (Mt 25, 34) Zu den Bösen aber wird der Richter sagen: "Weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist !" (Mt 25, 41)

Was wird nach dem Weltgericht geschehen ?

Nach dem Weltgericht werden die Bösen mit Leib und Seele in die Hölle geworfen, die Guten aber mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen.


 

Apostolisches Glaubensbekenntnis - 5. Glaubenssatz


Wie heißt der fünfte Satz des Apostolischen Glaubensbekenntnisses ?

"hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten"

Was ist der Kern des fünften Glaubenssatzes ?

Jesus Christus hat die Seelen der Gerechten aus der Vorhölle befreit und ist an Ostern glorreich aus dem Grabe auferstanden, wie er es vorausgesagt hat. Er ist der Sieger über Tod und Sünde, und das Kreuz wurde zum Zeichen des Sieges für alle Erlösten.

Wohin ist nach dem Tode Jesu seine Seele gegangen ?

Nach dem Tode Jesu ist seine Seele in die Vorhölle ("Reich des Todes") gegangen zu den Seelen der Gerechten. Die Vorhölle ist nicht etwa der Ort der Verdammten und auch nicht das Fegefeuer. Sie ist jener Ort, wo die Seelen der verstorbenen Gerechten des Alten Bundes auf die Erlösung warteten. Sie konnten nicht zur Anschauung Gottes gelangen, bis der Himmel geöffnet war.

Was hat Jesus am dritten Tage getan ?

Am dritten Tage ist Jesus glorreich von den Toten auferstanden. Der Leib wurde mit der Seele wieder vereinigt. So wurde er wieder lebendig. Jesus stand aus dem verschlossene Grabe auf. Ein Engel wälzte nachher den Stein weg zum Zeichen: Das Grab ist leer, der Herr ist auferstanden.

Was heißt "glorreich" ?

Glorreich heißt "verklärt". Der Leib des Auferstandenen war strahlend wie die Sonne, fein und alles durchdringend, schnell wie der Gedanke, unfähig zu leiden und zu sterben. An diesem Leib behielt Jesus seine Wundmale bei. Sie sollen zeigen: Es ist der gleiche Leib, der am Kreuze hing und im Grabe lag.

Wer bezeugt uns, dass Jesus von den Toten auferstanden ist ?

Dass Jesus von den Toten auferstanden ist, bezeugen uns erstens seine Apostel und die Jünger und zweitens seine Feinde. Augen- und Ohrenzeugen gelten immer als die besten Zeugen. Solche waren die Apostel. Sie haben den Auferstandenen oft gesehen, gehört, ihn berührt, mit ihm gegessen. Die Apostel und viele Jünger sind auch Blutzeugen. Sie verkündeten überall die Auferstehung Christi und gaben dafür ihr Leben hin.

Was zeigt uns Jesus Christus durch seine Auferstehung ?

Jesus Christus zeigt uns durch seine Auferstehung erstens, dass er wahrhaft Gott ist und zweitens dass auch wir einst von den Toten auferstehen. Jesus ist aus eigener Kraft auferstanden, wie er aus eigener Kraft Tote erweckt hat. Jesus ist das Haupt, wir sind die Glieder. Ist das Haupt auferstanden, so werden auch die Glieder auferstehen. "Wenn aber verkündigt wird, dass Christus von den Toten auferweckt worden ist, wie können dann einige von euch sagen: Eine Auferstehung der Toten gibt es nicht ?" (1 Kor 15,12)

Wie lange blieb Jesus nach der Auferstehung noch auf Erden ?

Nach der Auferstehung blieb Jesus noch vierzig Tage auf Erden. In dieser Zeit ist er oft den Aposteln und Jüngern erschienen. Der heilige Paulus berichtet, dass er einmal mehr als 500 Menschen erschienen ist. Er belehrte sie über die Kirche, setzte das Sakrament der Buße ein, machte Petrus zum obersten Hirten und gab ihnen Verständnis für die Heilige Schrift.

Wann feiern wir die Auferstehung Jesu Christi ?

Wir feiern die Auferstehung Jesu Christi am Ostersonntag, das Osterfest ist das größte aller Feste. Jeder Sonntag ist ein kleines Osterfest. Der Sonntag, der Auferstehungstag des Herrn, ist der erste Tag der Woche, also nicht Wochenende, sondern Wochenanfang. Jesus Christus hat seinen Aposteln aufgetragen, jeden Sonntag zusammenzukommen, um die Eucharistie zu feiern. Die Kirche hat dies von Anfang an getan und wird es auch selbstverständlich bis zum Tag der Wiederkunft des Herrn weiterhin tun.


 

Apostolisches Glaubensbekenntnis - 6. Glaubenssatz


Wie heißt der sechste Satz des Apostolischen Glaubensbekenntnisses ?

"aufgefahren in den Himmel, er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters"

Was ist der Kern des sechsten Glaubenssatzes ?

Im sechsten Glaubenssatz bekennen wir unseren Glauben an die wunderbare Himmelfahrt und die ewige Verherrlichung unseres Heilandes zur Rechten des Vaters. Herrlichkeit und Ehre hat ihm der Vater bereitet, Recht und Gerechtigkeit haben gesiegt. Mit großer Sehnsucht hat Jesus in der Nacht vor seinem Tod um diese Verherrlichung gefleht: "Vater, verherrliche du mich jetzt bei dir mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, bevor die Welt war." (Joh 17,5)

Was hat Jesus vierzig Tage nach seiner Auferstehung getan ?

Vierzig Tage nach seiner Auferstehung ist Jesus aus eigener Kraft mit Leib und Seele in den Himmel aufgefahren. "Und während er sie segnete, verließ er sie und wurde zum Himmel emporgehoben" (Lk 24,51).

Wer ist mit Jesus in den Himmel eingegangen ?

Mit Jesus sind auch die Gerechten aus der Vorhölle in den Himmel eingegangen. Ein gewaltiger Chor von befreiten Seelen zog mit dem Auferstandenen in den Himmel ein. Was für ein Jubel erfüllte sie, als sie Gottes Herrlichkeit schauen durften und den Sieger über Sünde und Tod zum himmlischen Thron begleiteten. Jesus ist in den Himmel aufgefahren vom Ölberg aus, wo sein Leiden angefangen hat.

Wozu ist Jesus in den Himmel aufgefahren ?

Jesus ist in den Himmel aufgefahren erstens um auch als Mensch verherrlicht zu werden, zweitens um uns eine Wohnung zu bereiten und drittens um im Himmel unser Fürsprecher und Richter zu sein.

Was heißt "um auch als Mensch verherrlicht zu werden" ?

Wenn wir beten "er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters", dann heißt das: Jesus nimmt auch als Mensch teil an der göttlichen Macht und Herrlichkeit. Bis jetzt hatte er diese Verherrlichung als Mensch noch nicht. Er war erniedrigt durch Mühsal und Leiden, Anfeindung und Verhöhnung.

Was heißt "um uns eine Wohnung zu bereiten" ?

In seiner Abschiedsrede tröstete Jesus die betrübten Apostel mit den Worten: "Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten ?" (Joh 14,2) Die himmlischen Wohnungen sind unvorstellbar schöner als die schönsten Wohnungen, die wir uns auf dieser Erde einrichten können. "Wir verkündigen, wie es in der Schrift heißt, was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, was keinem Menschen in den Sinn gekommen ist: das Große, das Gott denen bereitet hat, die ihn lieben." (1 Kor 2,9)

Was heißt "um im Himmel unser Fürsprecher und Richter zu sein" ?

Im ersten Johannesbrief heißt es: "Meine Kinder, ich schreibe euch dies, damit ihr nicht sündigt. Wenn aber einer sündigt, haben wir einen Beistand beim Vater: Jesus Christus, den Gerechten. (1 Joh 2,1) Weil Jesus die Menschen von den Sünden erlöst hat, wird er auch über ihre Sünden richten. "Der Vater richtet niemand, sondern er hat das Gericht ganz dem Sohn übertragen." (Joh 5,22) "Das Gericht ist erbarmungslos gegen den, der kein Erbarmen gezeigt hat. Barmherzigkeit aber triumphiert über das Gericht." (Jak 2,13)

Inwiefern mahnt uns die Himmelfahrt Jesu Christi ?

Die Himmelfahrt Jesu Christi mahnt uns, unsere Herzen zum Himmel zu erheben. Der Himmel ist unser eigentliches Lebensziel, wir dürfen ihn nicht verlieren. Kein Mühe, kein Kampf, kein Opfer sei deshalb zu schwer. Jesus hat uns durch das Kreuz erlöst und deshalb dürfen wir das Kreuz nicht scheuen, es will uns nämlich zum ewigen Heil führen. "Ihr seid mit Christus auferweckt; darum strebt nach dem, was im Himmel ist, wo Christus zur Rechten Gottes sitzt." (Kol 3,1)


 

Apostolisches Glaubensbekenntnis - 4. Glaubenssatz


Wie heißt der vierte Satz des Apostolischen Glaubensbekenntnisses ?

"gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben"

 

Was ist der Kern des vierten Glaubenssatzes ?

Der vierte Glaubenssatz erklärt uns, wie der Heiland uns erlöst hat. Er hat uns erlöst durch sein bitteres Leiden und seinen Kreuzestod. Krippe und Kreuz, Bethlehem und Golgotha sind die ergreifenden Denkmäler der Gottesliebe.

 

Was geschah durch den Tod Jesu am Kreuz ?

Durch den Tod am Kreuz hat Jesus erstens die Welt erlöst, zweitens dem himmlischen Vater ein vollkommenes Opfer dargebracht und drittens die Kirche des Neuen Bundes gestiftet.

 

Wovon hat uns Jesus erlöst ?

Jesus hat uns erlöst von Sünde und Strafe.

Was heißt: Jesus hat uns erlöst von Sünde ?

Jesus Christus hat für unsere Sünde die unendliche Schuld bezahlt, die uns nachgelassen werden kann durch die Sakramente und durch die Reue.

Was heißt: Jesus hat uns erlöst von Strafe ?

Keiner kommt in die Hölle, der Christus treu bleibt (vgl. Röm 8,1).

Was hat uns Jesus am Kreuz verdient ?

Jesus hat uns am Kreuz überreiche Gnaden verdient, durch die wir auf Erden heilig und im Himmel selig werden können. Alle Menschen sind erlöst. Für alle Menschen ist Jesus gestorben. Der Himmel, der seit Adams Sünde verschlossen war, ist durch das Kreuz wieder geöffnet worden. Jeder kann in den Himmel kommen, wenn er tut, was der Heiland befohlen hat. "Jetzt, da ihr aus der Macht der Sünde befreit und zu Sklaven Gottes geworden seid, habt ihr einen Gewinn, der zu eurer Heiligung führt und das ewige Leben bringt." (Röm 6,22)

Was zeigt uns das durchbohrte Herz Jesu ?

Das durchbohrte Herz Jesu zeigt uns, dass der Heiland wirklich tot war und aus Liebe zu uns alles gab. In der Präfation vom Hochfest des Heiligsten Herzen Jesu heißt es: "Aus seiner geöffneten Seite strömen Blut und Wasser, aus seinem durchbohrten Herzen entspringen die Sakramente der Kirche. Das Herz des Erlösers steht offen für alle, damit sie freudig schöpfen aus den Quellen des Heiles"

Woran erinnert uns jeder Freitag ?

Jeder Freitag erinnert uns an den bitteren Kreuzestod Jesu und ruft uns auf zu einem Opfer. Der Verzicht auf Fleisch- und Wurstspeisen ist zwar nicht zwingend (es kann auch ein anderes Opfer sein), aber entsprechend der Tradition der Kirche sehr sinnvoll und empfehlenswert.

Woran erinnert uns der Herz-Jesu-Freitag ?

Der Herz-Jesu-Freitag erinnert uns an die unergründliche Liebe Jesu zu uns Menschen und ruft uns auf, diese Liebe zu erwidern, indem wir das Doppelgebot der Liebe befolgen, d.h. Gott und den Nächsten mit allen Kräften zu lieben versuchen.

Wie können wir das Leiden Jesu andächtig betrachten ?

Wir können das Leiden Jesu andächtig betrachten, indem wir sein heiliges Kreuz in unseren Wohnungen aufhängen und verehren, den schmerzhaften Rosenkranz, den Kreuzweg, die Herz-Jesu-Andacht oder die heiligen Fünf Wunden beten.

Wie können wir das Leiden Jesu in unserem Leben verwirklichen ?

Wir können das Leiden Jesu in unserem Leben verwirklichen, indem wir unsere Leiden mit seinen Leiden verbinden, d.h. sie in der Nachfolge Christi als unser Kreuz annehmen, tragen und aus Liebe zu ihm aufopfern.

 


 

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