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Die Jungfrau und Gottesmutter Maria

Was sagt das Alte Testament über Maria ?

Die Bücher des Alten Testamentes zielen darauf ab, die Ankunft Jesu Christi prophetisch anzukündigen. Somit gewinnt auch Maria im Alten Testament immer deutlichere Konturen. Besonders hervorzuheben sind die Stellen aus Gen 3, 15: "Feindschaft setze ich zwischen dich und die Frau, zwischen deinen Nachwuchs und ihren Nachwuchs. Er trifft dich am Kopf und du triffst ihn an der Ferse" und aus Jes 7, 14: "Darum wird euch der Herr von sich aus ein Zeichen geben: Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen, sie wird einen Sohn gebären, und sie wird ihm den Namen Immanuel geben." Weitere Hinweise auf Maria finden sich in Mich 4, 10-24; Zef 3,12-18; Sach 2, 15; Jes 4, 4; Jer 84, 31; 1 Kön 1, 11-31; Weish 9, 4; Spr 8, 28 und Sir 1, 5.

Was sagt das Neue Testament über Maria ?

Das Neue Testament beschreibt die Erfüllung der Prophezeiungen und Verheißungen Gottes in der Person Jesu Christi, in Maria und in der Kirche. Die neutestamentlichen Berichte über Maria lassen sich in vier Gruppen unterteilen: 1. Ereignisse, die sich auf die Kindheit Jesu beziehen. 2. Geschehnisse aus der Zeit des öffentlichen Wirkens Jesu. 3. Begebenheiten, die das Leiden und den Tod Jesu betreffen. 4. Ereignisse nach der Auferstehung Jesu. Diese Berichte finden sich vor allem in den Evangelien wieder.

Welche Privilegien besitzt die Gottesmutter Maria ?

1. Maria wurde ohne Makel der Erbsünde empfangen (Unbefleckte Empfängnis). 2. Maria war durch die Gnade Gottes zeitlebens frei von jeder persönlichen Sünde. 3. Maria war Jungfrau vor, in und nach der Geburt; Maria empfing ohne Mitwirkung eines Mannes vom Heiligen Geist (Jungfräulichkeit Mariens). 4. Maria wurde mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen (Himmelfahrt Mariens).

Wie lautet das Dogma von der Unbefleckten Empfängnis Mariens ?

Der sel. Papst Pius IX. hat am 8. Dezember 1854 im Apostolischen Schreiben "Ineffabilis Deus" die Lehre von der Unbefleckten Empfängnis Mariens verbindlich definiert und zum Dogma (= wahre Glaubenslehre) erhoben: "Zu Ehren der Heiligen und Ungeteilten Dreifaltigkeit, zu Schmuck und Zierde der jungfräulichen Gottesmutter, zur Erhöhung des katholischen Glaubens und zur Mehrung der christlichen Religion, in der Autorität unseres Herrn Jesus Christus, der seligen Apostel Petrus und Paulus und der Unseren erklären, verkünden und definieren Wir: Die Lehre, dass die seligste Jungfrau Maria im ersten Augenblick ihrer Empfängnis durch ein einzigartiges Gnadenprivileg des allmächtigen Gottes, im Hinblick auf die Verdienste Jesu Christi, des Erretters des Menschengeschlechtes, von jedem Schaden der Erbsünde unversehrt bewahrt wurde, ist von Gott geoffenbart und darum von allen Gläubigen fest und beständig zu glauben."

Wie lautet das Dogma der Aufnahme Mariens in den Himmel ?

Papst Pius XII. hat am 1. November 1950 in der Apostolischen Konstitution "Munificentissimus Deus" die Lehre, dass Maria mit Leib und Seele in die himmlische Herrlichkeit aufgenommen wurde, zum Dogma erhoben. Es lautet: "Wir verkünden, erklären und definieren es als ein von Gott geoffenbartes Dogma, dass die Unbefleckte, allzeit jungfräuliche Gottesmutter Maria nach Ablauf ihres irdischen Lebens mit Leib und Seele in die himmlische Herrlichkeit aufgenommen wurde."

Inwiefern hat Maria beim Erlösungswerk Christi mitgewirkt ?

Maria wird in zweifacher Hinsicht Vermittlerin aller Gnaden genannt: 1. Maria hat der Welt den Erlöser, die Quelle aller Gnaden, geschenkt und insofern alle Gnaden vermittelt. 2. Seit der Aufnahme Mariens in den Himmel wird keine Gnade ohne ihre aktuelle Fürbitte den Menschen zuteil.

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