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Von der Frauenverbandsfront

Auszug aus "Kirche und Frau", Ausgabe Dezember 2011

 

Es reicht ja nicht, dass die angeblich „katholischen“ Frauenverbände seit Jahrzehnten nach dem Frauenpriestertum schreien und einen aggressiven Feminismus propagieren, dem es letztlich nur um die Wiederbelebung der alten heidnischen Fruchtbarkeitskulte geht. Bisher hat man seitens der katholischen Hierarchie hierzu eher geschwiegen und die Augen verschlossen.

Jetzt aber geht „frau“ direkt und ungeschminkt gegen das Evangelium und die Gebote Gottes vor.

Mit einer „Aktionswoche 2011“ des kfd-Bundesverbandes und einem „Positionspapier 'Frauen geben Kirche Zukunft'“ verlangt die kfd „Stärkung der Rechte von wiederverheirateten Geschiedenen“ in der Kirche. Nett umschrieben, aber was ist damit gemeint?

Die aktuelle Ausgabe der Mitgliederzeitschrift „frau und mutter“ zitiert den Beitrag des Moraltheologen Prof. Eberhard Schockenhoff, Freiburg. Dieser verlangt die „volle Teilnahme am eucharistischen Mahl unter Einschluß des Kommunionempfangs für geschiedene und wiederverheiratete Menschen, die in der Kirche beheimatet sind“.- „Empörung und Unverständnis löse für viele Gläubige der Umstand aus, dass diese Menschen von Rechts wegen unterschiedslos und dauerhaft vom Zentrum des kirchlichen Lebens ausgeschlossen sein sollen.“ (zitiert nach: 7.12.2011 www.mv-online.de/lokales/kreis-steinfurt/nordwalde) Und natürlich folgen die kfd und ihre Frauen brav und völlig unkritisch dieser Marschroute, ja machen sogar lauthals dafür Propaganda, schließlich sagt dies ja ein „theologischer Fachmann“.

Würde „frau“ die Bibel kennen – und dies gilt in erster Linie für die Führungsebene der Frauenverbände – wüsste sie, dass die Äußerungen dieses Theologen-Herrn zwar recht populistisch und zeitgeist-passend sind, aber den Zehn Geboten Gottes und dem Wort Jesu direkt widersprechen.

Die Aussagen Jesu zur Ehe sind eindeutig: „ Wer seine Frau (oder seinen Mann!) aus der Ehe entlässt, liefert sie (ihn!) dem Ehebruch aus. - Wer seine Frau (oder seinen Mann!) aus der Ehe entlässt, bricht die Ehe. Und wer eine Entlassene (oder einen Entlassenen!) heiratet, bricht die Ehe.“

Ehebruch ist aber die schwerwiegende Tat gegen Gott und den Nächsten, die Gott im sechsten seiner zehn Gebote zum Heil des Menschen und zu seinem Wohl verbietet.

Wie kann man dann verlangen, dass Menschen, die objektiv in einem schwer sündhaften Zustand leben, den lebendigen Gott in der Eucharistie empfangen dürfen? Wie kann man verantworten, dass sie auf diese Weise ihrem sowieso schon schwer sündhaften Zustand noch eine weitere schwere Schuld hinzufügen: den „Gottesraub“? Das als „Barmherzigkeit“ auszugeben und zu bezeichnen, zeigt nur, wie weit solches Denken von Gott, seinen Geboten und der Lehre Jesu entfernt ist.

Und seit wann kann man die Gebote Gottes durch eine Frauenverbands-„Volksabstimmung“ ungültig machen?

Das alles wirft auch ein neues bestätigendes Schlaglicht auf den Zustand dieser Frauenverbände, die sich zwar „katholisch“ nennen, es aber schon seit langem nicht mehr sind. Sie haben sich schon seit Jahrzehnten zu „Verführerinnen-Verbänden“ entwickelt, die die Frauen gegen die Kirche aufhetzen und sie vom Glauben wegführen. Die angeblich so große Zahl ihrer Mitglieder verschärft nur das Problem und erhöht ihre Verantwortung. Schließlich erschöpfen sich deren Hauptaktivitäten in Kaffeekränzchen, Basteln und anderen Freizeitaktivitäten, wozu man nichts Katholisches benötigt. Gelegentliche „gestaltete“ Gottesdienste werden über Zeitungen und Internet als besonderes Ereignis verbreitet. Eine gediegene katholische Weiterbildung findet nicht statt, dazu taugen die obigen Aktivitäten nicht.

Was aber nicht mehr katholisch ist, sollte sich auch nicht mehr katholisch nennen dürfen und dazu noch reichlich Kirchensteuerunterstützung beziehen. Es steht jedem frei zu denken und zu tun, was ihm beliebt, aber dann sollte wenigstens das Etikett stimmen.

Deshalb schlage ich vor, dass sich die Frauenverbände umbenennen, etwa in „Humanistisch-neuheidnische Frauen-Gemeinschaft zur Förderung der Frauenherrschaft in Staat und Kirche in geselligen Freizeitaktivitäten e.V.“ auf ehrenamtlicher Basis.

Auf Kirchensteuermittel müssten ihre Führungsetagen allerdings dann verzichten. Wie lange sie danach wohl noch durchhalten?

Katholische Frauengemeinschaft in offenem Ungehorsam

Erklärung des "Forum Deutscher Katholiken":

Das Forum Deutscher Katholiken (Forum) kritisiert die katholische Frauengemeinschaft (kfd), wie aus einer Presseerklärung des Forums von Anfang Oktober hervorgeht. Die kfd startete demnach, wenige Tage nach dem Papstbesuch, eine bundesweite Unterschriftenaktion für die Zulassung geschiedener Wiederverheirateter zur Kommunion. (Siehe entsprechende Mitteilung auf der Homepage der kfd hier.)

Es solle also plebiszitär festgestellt werden, was in der Kirche zu gelten hat, so die Schlussfolgerung des Forums.

Die Initiative der kfd stelle eine Aufforderung zum Offenen Ungehorsam dar. Sie blende die Wahrheit Christi aus. Denn die Kirche verkünde in dieser Frage keine eigene Lehre, sondern eine geoffenbarte Wahrheit, über die sie nicht verfügen könne.

Das Forum verlangt nun eine Überprüfung durch die deutschen Bischöfe. Es sei Sache der Hirten einer Verwirrung über die Gültigkeit des Ehesakramentes entgegen zu treten, so die Erklärung.  Zudem sollten die Bischöfe prüfen, ob die kfd weiterhin die Bezeichnung "katholisch" führen könne.

Zulassung der Frauen zum Weihepriestertum

kfd fordert "Zugang zu allen kirchlichen Ämtern"

Die katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) hat ihr Programm auf der Delegiertenversammlung vom 12.-15. Mai 1999 aktualisiert. In ihren "Leitlinien `99" fordert sie: "Frauen soll der Zugang zu allen kirchlichen Ämtern offenstehen. (...) Handlungsschritte: die kfd führt in ihren Gruppen den theologisch sachkompetenten Dialog über diese Forderung fort. Die kfd initiiert und unterstützt Netzwerke, die sich für die Weihe von Frauen einsetzen."

Weiterlesen: Zulassung der Frauen zum Weihepriestertum

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