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Zulassung der Frauen zum Weihepriestertum

kfd fordert "Zugang zu allen kirchlichen Ämtern"

Die katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) hat ihr Programm auf der Delegiertenversammlung vom 12.-15. Mai 1999 aktualisiert. In ihren "Leitlinien `99" fordert sie: "Frauen soll der Zugang zu allen kirchlichen Ämtern offenstehen. (...) Handlungsschritte: die kfd führt in ihren Gruppen den theologisch sachkompetenten Dialog über diese Forderung fort. Die kfd initiiert und unterstützt Netzwerke, die sich für die Weihe von Frauen einsetzen."

Was ist davon zu halten ?

Die kfd betreibt mit dieser Forderung und den Handlungsschritten einen offenen Widerstand gegen das höchste Lehramt der Kirche. Papst Johannes Paul II. erklärte am 22. Mai 1994 unmißverständlich, "daß die Kirche keinerlei Vollmacht hat, Frauen die Priesterweihe zu spenden, und daß sich alle Gläubigen endgültig an diese Entscheidung zu halten haben."

Argumentationshilfen: Gründe für die Männern vorbehaltene Priesterweihe

  • "Jesus, der Herr hat Männer gewählt, um das Kollegium der zwölf Apostel zu bilden" (Ordinatio Sacerdotalis Nr.4)
  • "Wenn Christus nur Männer zu seinen Aposteln berief, tat er dies völlig frei und unabhängig (...), ohne sich nach den herrschenden Sitten und nach der Gesetzgebung der Zeit gebilligten Traditionen zu richten" (KKK 1577)
  • Die Berufung durch Jesus Christus erfolgte "gemäß dem ewigen Plan Gottes: Christus erwählte die, die er wollte (vgl. Mk 3, 3-14; Joh 6, 70), und er tat das zusammen mit dem Vater "durch den Heiligen Geist" (Apg 1, 2), nachdem er die Nacht im Gebet verbracht hatte (Lk 6, 12). (Ordinatio Sacerdotalis Nr.2; vgl. Mulieris dignitatem Nr.26)
  • Der Priester, der die Vollmacht hat, das Opfer Christi in der Eucharistiefeier zu vollziehen, tut dies in der Person Christi, indem er seine Stelle einnimmt, so daß er sogar sein Abbild ist, wenn er die Worte der Konsekration ausspricht. Wie aber soll die Frau einen Mann abbilden ? (vgl. Inter Insigniores)
  • Im übrigen zeigt die Tatsache, daß Jesus Christus seine Mutter Maria nicht zum Apostelamt oder Priestertum berufen hat, "mit aller Klarheit, daß die Nichtzulassung der Frau zur Priesterweihe keine Minderung ihrer Würde und keine Diskriminierung ihr gegenüber bedeuten kann". (Ordinatio Sacerdotalis Nr.3)
  • "Niemand hat ein Recht darauf, das Sakrament der Weihe zu empfangen. Keiner maßt sich dieses Amt selbst an. Man muß dazu von Gott berufen sein. Wer Anzeichen wahrzunehmen glaubt, daß Gott ihn zum geweihten Dienst beruft, muß seinen Wunsch demütig der Autorität der Kirche unterbreiten, der die Verantwortung und das Recht zukommt, jemanden zum Empfang der Weihen zuzulassen." (KKK 1578)
  • Das Sakrament der Weihe beinhaltet drei Stufen: die Diakonen-, die Priester- und die Bischofsweihe. Wer eine der drei Weihestufen empfängt, hat Anteil an dem einen Weihesakrament, dem Empfang einer höheren Weihestufe steht theoretisch nichts im Weg. Deshalb können Frauen auch nicht zum Diakon geweiht werden. (KKK 1536)
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