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Abtreibung

Tatsachen:

Nach den neuesten Angaben des Statistischen Bundesamtes werden in Deutschland jährlich mehr als 130.000 ungeborene Kinder im Mutterleib getötet ( die tatsächliche Zahl liegt weit höher ), 1997 wurden 96,5 % aller Abtreibungen aus sozialen oder finanziellen Gründen durchgeführt. Die jährlichen Abtreibungen auf der ganzen Erde übersteigen bei weitem die Zahl der durch den 2. Weltkrieg umgekommenen Menschen.

Was ist davon zu halten ?

Seit vielen Jahren wird das Thema Abtreibung in allen Teilen der Erde durch alle gesellschaftlichen Schichten hindurch diskutiert. Teilweise wird die Problematik so hochkompliziert behandelt, daß sich kaum noch jemand traut, klar und deutlich zu sagen: Abtreibung ist Mord, etwas in sich Schlechtes und absolut Verwerfliches. Das Gegenteil ist der Fall: in der Öffentlichkeit wird mit allen Mitteln versucht, die Abtreibung zu verharmlosen und zu normalisieren.Die allermeisten Staatsregierungen versagen kläglich, denn sie sind nicht in der Lage, das grundlegende Lebensrecht des Menschen ausreichend zu schützen: sie ahnden die kleinsten Verkehrsdelikte, bestrafen Vergehen gegen Pflanzen und Tiere mit teils empfindlichen Geldbußen, sie setzen sich energisch ein für die Rechte von Hühnern, Fröschen und Robben, aber nehmen es ohne Augenzwinkern hin, wenn ungeborene Kinder in den ersten drei Lebensmonaten getötet werden.Heute wird der Kirche immer wieder vorgeworfen, sie hätte im Nationalsozialismus deutlicher Widerstand leisten müssen. Dieser Vorwurf ist teilweise berechtigt und er wird auch in Zukunft teilweise berechtigt sein, wenn man der Kirche vorwirft, sie hätte deutlicher gegen das Unrecht der Abtreibung ankämpfen und einem Staatssystem Widerstand leisten müssen, das das Lebensrecht ungeborener Kinder mit Füßen tritt.

Argumentationshilfen: Zur Verteidigung des Lebensrechtes ungeborener Kinder

  • Kein Mensch auf dieser Erde ist jemals vor seiner Geburt gefragt worden, ob er leben möchte. Denn niemand hat ein Recht erhalten, sich selbst das Leben zu geben. So hat auch niemand das Recht, einem anderen das Leben zu zerstören.
  • Kein ernstzunehmender Naturwissenschaftler oder Mediziner bestreitet, daß die Existenz und die Entwicklung eines eigenständigen Menschen mit all seinen unverwechselbaren Anlagen unmittelbar nach der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle beginnt und ihm dadurch ein natürliches Lebensrecht zukommt.
  • Bei der Diskussion um die Abtreibung wird hauptsächlich aus der Sicht der Mutter argumentiert, nicht aber aus der Sicht des Kindes. Weil ein ungeborenes Kind schlecht argumentieren kann, es aber um sein Todesurteil geht, müßte man in jedem Fall den Rechtsgrundsatz walten lassen: "Im Zweifelsfall für den Angeklagten."
  • Bei der Diskussion um die Abtreibung wird oft ein problemfreies und angenehmes Lebensgefühl derMutter (und/oder des Vaters) angestrebt, aber kaum in Betracht gezogen, daß Probleme und Unangenehmes einfach zum Leben dazugehören und gelöst werden sollten. Wer meint, durch eineAbtreibung Probleme lösen zu können, wird bald merken, daß er sich dadurch neue Probleme schafft: sokann jemand, der ein wehrloses ungeborenes Kind tötet, z.B. schwere Schuldgefühle und Gewissensnöte bekommen, die ein ganzes Leben lang andauern und sich zu psychischen oder seelischen Krankheiten entwickeln können.
  • Für den in der Praxis äußerst seltenen Fall einer Schwangerschaft, die durch eine Vergewaltigungentsteht, gilt: Unrecht kann nicht durch Unrecht wiedergutgemacht werden. Was kann das Kind dafür, daß seine Mutter vergewaltigt wurde? Aus Liebe zu dem unschuldigen Kind und mit tatkräftiger menschlicher Unterstützung ist es nicht unmöglich, das Kind auszutragen und es gegebenenfalls zur Adoption freizugeben mit dem Fazit: die Mutter behält ein reines Gewissen, sie schenkt einem Menschen das Leben und erfüllt Adoptiveltern einen Herzenswunsch.

Die Aussagen im Katechismus der Katholischen Kirche (KKK)

  • Das menschliche Leben ist vom Augenblick der Empfängnis an absolut zu achten und zu schützen. Schon vom ersten Augenblick seines Daseins sind dem menschlichen Wesen die Rechte der Person zuzuerkennen, darunter das unverletzliche Recht jedes unschuldigen Wesens auf das Leben. Beim Propheten Jeremia heißt es: "Noch ehe ich dich im Mutterleib formte, habe ich dich ausersehen, noch ehe du aus dem Mutterschoß hervorkamst, habe ich dich geheiligt."(Jer 1,5) und in Psalm 139,15: "Als ich geformt wurde im Dunkeln, kunstvoll gewirkt in den Tiefen der Erde, waren meine Glieder dir nicht verborgen" (KKK 2270).
  • Seit dem ersten Jahrhundert hat die Kirche es für moralisch verwerflich erklärt, eine Abtreibung herbeizuführen. Diese Lehre hat sich nicht geändert und ist unveränderlich. Eine direkte, das heißt eine als Ziel oder Mittel gewollte, Abtreibung stellt ein schweres Vergehen gegen das sittliche Gesetz dar. In der frühchristlichen Didache´ 2,2 heißt es: "Du sollst ... nicht abtreiben noch ein Neugeborenes töten". Das Zweite Vatikanische Konzil sagt: "Gott der Herr des Lebens, hat nämlich den Menschen die hohe Aufgabe der Erhaltung des Lebens übertragen, die auf eine menschenwürdige Weise erfüllt werden muß. Das Leben ist daher von der Empfängnis an mit höchster Sorgfalt zu schützen. Abtreibung und Tötung des Kindes sind verabscheuungswürdige Verbrechen" (GS 51). (KKK 2271)
  • Die formelle Mitwirkung an einer Abtreibung ist ein schweres Vergehen. Die Kirche ahndet dieses Vergehen gegen das menschliche Leben mit der Kirchenstrafe der Exkommunikation. "Wer eine Abtreibung vornimmt, zieht sich mit erfolgter Ausführung die Tatstrafe der Exkommunikation zu" (CIC, can. 1398), so daß sie von selbst durch Begehen der Straftat eintritt" (CIC, can. 1314) unter den im Recht vorgesehenen Bedingungen (vgl. CIC, cann. 1323-1324). Die Kirche will dadurch die Barmherzigkeit nicht einengen; sie zeigt aber mit Nachdruck die Schwere desbegangenen Verbrechens und den nicht wieder gutzumachenden Schaden auf, der dem unschuldig getöteten Kind, seinen Eltern und der ganzen Gesellschaft angetan wird. (KKK 2272)

Die Abtreibungspille Mifegyne bzw. RU-486

Ob eine Abtreibung mechanisch durch einen Arzt oder durch Einnehmen einer Pille durchgeführt wird, ist letztlich für den Tatbestand der Tötung unerheblich. Die Abtreibungspille, die demnächst durch unsere Regierung zugelassen und auf dem "Markt" erhältlich sein wird, eröffnet eine ganz neue Dimension der Tötung ungeborener Kinder, denn:

  • Der Zugang zur Abtreibung wird erleichtert und damit zunehmend privatisiert. Die völlige Bagatellisierung der Abtreibung ist damit vorprogrammiert.
  • Die betroffene Frau wird noch mehr unter Druck gesetzt und muß sich früher als bei anderen Abtreibungsmethoden entscheiden.
  • Männer werden mit der Abtreibungspille noch mehr Möglichkeiten haben, jegliche Verantwortlichkeit für eine Schwangerschaft abzulehnen, womit sie betroffene Frauen gänzlich entwürdigen.
  • Bei einer Abtreibung mittels RU-486 wird die betroffene Frau selbst zur Vollstreckerin des Todesurteils über ihr ungeborenes Kind; der Arzt entzieht sich so seiner Verantwortung.

Der Vorstand der Vereinigung Katholischer Ärzte der Schweiz, der sich in oben beschriebener Weise öffentlich geäußert hat, stellt zusammenfassend fest, daß die Abtreibung mittels RU-486 die betroffene Frau in besonderer Weise isoliert. Ihrem Selbstverständnis entsprechend lehnt diese Vereinigung jede Form von Tötung menschlichen Lebens ab, dies gelte für diese Form der Abtreibung ganz besonders.

Tatkräftige Hilfe für schwangere Frauen in Not: "Vaterhaus e.V." und "Schwalbe e.V."

Diese Initiativen sind beispielhaft und nachahmenswert, um schwangeren Frauen in Not wirkungsvoll zu helfen. Durch den ehrenamtlichen Einsatz der Initiatoren konnten bislang mehrere Frauen von einer Abtreibung abgehalten und ermutigt werden, ihre Kinder zur Welt zu bringen. Vergelt’s Gott für diesen Dienst am Leben ungeborener Kinder und deren Mütter. Die Kontaktadressen lauten: Vaterhaus e.V., Karl-Schurz-Str.3,D-36041 Fulda, 0661-77769 / Schwalbe e.V., Steinfeldergasse 9, 50670 Köln, 0221-9123841

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