background

" Wie katholisch ist die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands?"

Wer sich noch fragt, ob die Ablehnung der feministischen Ausrichtung der kfd durch die Mitglieder der Marianischen Liga berechtigt ist, möge diesen Artikel mit oben genanntem Titel gebührend zur Kenntnis nehmen. Er sollte sich fragen, ob seine Kirchensteuer zur Unterstützung dieses "politischen Klubs" als "Förderung katholischer Aufgaben" seitens der DBK richtig eingesetzt wird.

Der Artikel entstammt der Zeitschrift "Neue Ordnung", die von Prof. Dr. Dr. Wolfgang Ockenfels als Chefredakteur in Trier herausgegeben wird. Sie umfaßt dort die Seiten 275 bis 286,  Jahrgang und Nummer der Ausgabe waren leider nicht festzustellen.

Amt und Würde - Zum Rücktritt von Benedikt XVI.

Presseerklärung des Zusammenschlusses papsttreuer Vereinigungen e.V.:

Papst Benedikt XVI. und das Schifflein Petri

„Die Weisheit hat ihr Haus gebaut“ (Spr 9,1).

Wer über das Wesen des Pontifikates Papst Benedikt XVI. nachdenkt, kann einen Charakterzug nicht übersehen, der in dem biblischen Wort zum Ausdruck kommt: „Der Weisheit Fülle ist Gott fürchten“ (Sir 1,20; cf. Sir 19,18). Das äußere Merkmal der Gottesfurcht ist die Demut. Man wird lange suchen müssen, um in der Geschichte einen Papst zu finden, der allen Menschen mit so großer Demut und nahezu unendlicher Geduld die wesentlichen Lehren der göttlichen Weisheit nahegebracht hat wie er. Seine „Machtausübung“ bestand in dem beharrlichen Mahnen und Lehren, wie es der hl. Apostel Paulus seinen Schüler Timotheus gelehrt hat (2 Tim 4,2). Der Papst wußte: Was von den Hörenden nicht mit Verstand und Herz aufgenommen wird, kann nicht wirksam werden.

Wichtige Beispiele für die Kirche in Deutschland sind: der Aufruf zur „Entweltlichung“; die dem Kirchenrecht (CIC) entsprechende Verwendung der Kirchensteuergelder; die Verpflichtung, keine Geschäfte „mit dem Mammon“ zu machen; die Bitte an alle Priester und Ordensleute, gemäß ihrer gewählten Lebensform geistlich zu leben; die Ermahnung (adhortatio) zur korrekten Feier der hl. Eucharistie, was die authentische Übersetzung der Wandlungsworte einschließt, von den deutschen Bischöfen aber nach wie vor nicht befolgt wird. Diese wenigen Beispiele zeigen hinreichend, wie intensiv der Papst im Sinne des Apostels Paulus gedacht und gehandelt hat.

Benedikt XVI. hat sicher gemerkt, daß mancher der „unterstützenden Hilfe“ durch einen Befehl aus Rom bedurft hätte. Er hat geistige Anstöße gegeben, aber nicht wie unter Menschen üblich: Für seine „Belehrungen“ hat man ihn vielfach abgelehnt und gehaßt. Statt dessen sollte er dem Mainstream folgen und die sattsam bekannten Forderungen erfüllen: Frauendiakonat und -priesterweihe, Aufhebung des Zölibates, Anerkennung der Homo-Ehe, der Abtreibung etc. Sein geduldiges Lehren wurde als purer Machtmißbrauch desavouiert. Darunter hat er persönlich gelitten bis hin zum Kräfteverschleiß. Daher setzte er schließlich sein Vertrauen auf Gott: „Wie Petrus und die Jünger im Boot auf dem See von Galiläa wusste ich, der Herr ist im Boot, ja, es ist sein Boot. Er führt das Schiff der Kirche. Nichts kann diese Gewissheit verdunkeln.“ (Mittwochsaudienz vom 27. Februar 2013).

Das ist seine persönliche Stärke, mit der er die Brüder stärkt. Seine Würde bestand darin, der Versuchung zu widerstehen, sein Amt im weltlichen Sinne zu gebrauchen. Dafür sind wir ihm zu tiefem Dank verpflichtet; denn letztlich gibt er uns mit einem solchen Verhalten ein Beispiel und erinnert uns an das Wort Jesu: „Seid gewiß, ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt!“ Die Geschichte der Kirche ist voll solcher Ereignisse: Wenn das Schiff der Kirche zu sinken drohte, erhob sie nach einer Zeit der Verfolgung strahlender als vorher ihr Haupt, so daß ihre Feinde entsetzt zurückwichen.

Danke, Heiliger Vater, wir beten für Dich, segne uns!


Bonn, 27.02.2013


V.i.S.d.P. Reinhard Dörner, Vorsitzender

Ohne Geld keine Gnade

Stellungnahme des Zusammenschlusses papsttreuer Vereinigungen e.V. zum Dekret der deutschen Bischöfe über die Kirchensteuer:

Ohne Geld keine Gnade!

 

Welcher Unterschied besteht zur bisherigen Praxis gegenüber Personen, die die Kirche als Körperschaft des Öffentlichen Rechts verlassen haben? Formal hat sich das Dekret der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) vom 20.09.2012 an die Bestimmungen des Päpstlichen Rates vom 19. April 2006 angepasst, inhaltlich gibt es keinen Unterschied. Während bisher der Begriff "Exkommunikation" verwendet wurde, darf nach dem neuen Dekret "die aus der Kirche ausgetretene Person ... die Sakramente der Buße, Eucharistie, Firmung und Krankensalbung ... nicht empfangen". Immerhin hat man hier großzügiger Weise die Ausnahme "außer in Todesgefahr" gelten lassen.

 

Sakramente sind demnach käuflich: Wer Kirchensteuer zahlt, kann die Sakramente empfangen. Das widerlegt auch kein historischer Exkurs über die Herkunft der Kirchensteuer. Was die Bischöfe hier dekretiert haben, erinnert in fataler Weise an die Vorgänge aus der Zeit Luthers, der bekanntlich die Bindung von Gnadenzusagen der Kirche an Ablaßkäufe anprangerte. Dass die Bischöfe jetzt über Luther hinausgehen, indem sie Sakramente an Geldleistungen binden, verleiht diesem Akt eine eigene Brisanz.

 

In der Kirche ist es offensichtlich möglich, dass Häresien verbreitet werden, Theologen in Memoranden zum Ungehorsam gegen die Kirche, vor allem gegen den Papst aufrufen, Dialogprozesse göttliche Gebote - Verbot der Ehescheidung und Wiederverheiratung - nivellieren, sogenannt kirchliche Vereine im Schutzraum der Kirche gegen sie operieren: Verfehlungen gegen das Depositum Fidei, also gegen das Glaubensgut der Kirche fallen nicht unter den Maßnahmenkatalog der Deutschen Bischöfe. Nur die Verweigerung einzelner, aus Protest gegen Mißstände der genannten Art aus der Steuerzahlergemeinschaft der Kirche auszutreten, wird mit Sanktionen geahndet, die der Exkommunikation gleichzusetzen sind.

 

Was ist also der leitende Beweggrund der Deutschen Bischöfe? Der schnöde Mammon! Versöhnung mit der Kirche, wie es im gleichzeitig veröffentlichten Pastoralen Schreiben der DBK als Vorlage für die zuständigen Pfarrer heißt, bedeutet, sich wieder unter die Zahler einzureihen. Dazu bedarf es nicht des Bekenntnisses des Glaubens, es reicht die Zustimmung, in Zukunft ordentlich seine Kirchensteuer zu zahlen, um wieder als vollgültiges Mitglied der Kirche anerkannt zu sein.

 

"Es steht geschrieben: 'Mein Haus soll ein Haus des Gebetes genannt werden.' Ihr aber macht es zu einer Räuberhöhle." (Mt 21,13)

Bonn, 21.09.2012, am Fest des hl. Apostels Matthäus

V.i.S.d.P.:

Reinhard Dörner, Vorsitzender

 

2018  Marianische Liga   MAL joomla templates